Technik

Terex CC 6800 Raupenkran ersetzt Laufring an Eisenerz-Pelletieranlage

Alt raus, neu rein

Als die Verantwortlichen von LKAB, Betreiber einer Pelletieranlage im schwedischen Kiruna, feststellen mussten, dass einer der Laufringe im großen Drehrohrofen des Werks ausgetauscht werden musste, beauftragten sie den finnischen Krandienstleister Havator AB, den alten Ring durch einen neuen zu ersetzen.

Wie Bengt Hedlin, Havator-Geschäftsführer, berichtet, stellte dieses Projekt eine komplexe Herausforderung dar: Der vorhandene Laufring wies einige Risse im Material auf, die nur schwer zu reparieren waren. Angesichts des Produktionsplans der Anlage entschied man sich seitens LKAB für eine Erneuerung des Rings, anstatt das Risiko eines längeren unplanmäßigen Stillstands einzugehen, falls der Ring ganz brechen sollte. Der 192 t schwere sowie 8,6 m hohe und 3,6 m breite Laufring befand sich im 42 m langen Drehrohrofen, in dem die Eisenerz-Pellets gesintert werden. Die einzige Möglichkeit, an den Ring zu gelangen, bestand im Einsatz eines Krans durch eine 19 m hohe Öffnung im Hallendach. Havator setzte dafür einen Terex CC 6800 Gittermast-Raupenkran ein.

Mit einem 48-m-Hauptausleger und einem 48 m langen Wipp-

ausleger in SWSL-Konfiguration war der CC 6800 wie für diesen Job geschaffen. Darüber hinaus verfügt der CC 6800 über das Vario-Superlift-System, dessen Radius zwischen 15 und 24 m angepasst werden kann. Alle Terex Raupenkrane sind für einen einfachen Transport und schnellen Aufbau konzipiert, um niedrige Betriebskosten zu ermöglichen. Der CC 6800 macht hier keine Ausnahme: Mit Komponenten, die für eine Transportbreite von 3 bis 3,5 m und ein Transportgewicht zwischen 15 und 70 t dimensioniert sind, lässt sich dieser Kran kosteneffizient an jeden Ort der Welt transportieren.

Der einzige Umbau, der für den Kran vorgenommen werden musste, war die Straße zum Einsatzort auf dem Werksgelände – sie musste auf die Größe des Krans angepasst werden. Einmal vor Ort, verstärkten die Techniker von Havator den Untergrund mit Stahlplatten und Schotter, um das Gewicht des Krans während des Einsatzes abzustützen.

Enger Zeitplan eingehalten

Im 24-Stunden-Dauereinsatz, um die Auswirkungen auf die LKAB-Produktionspläne zu reduzieren, nutzte das aus drei Kranbedienern und Monteuren bestehende Havator-Team den Terex CC 6800 Kran, um den alten Laufring aus dem Ofen zu heben (191 t auf 42 m Radius). Nachdem dieser Schritt erfolgt war, nahm der Kran den neuen Laufring mit einem Radius von 20 m auf, hob ihn 47 m über Bodenniveau an, schwenkte 45° nach links über das Gebäude und senkte ihn dann durch eine Öffnung im Dach 19 m ab, um ihn abzusetzen. Jeder dieser Hübe dauerte insgesamt ca. zwei Stunden. „Beide Hübe wurden in der Nacht durchgeführt, da der Zeitrahmen eng war und wir beginnen mussten, sobald sich eine Gelegenheit ergab“, erklärt Hedlin. „Zusätzlich zu den beiden Laufring-Hüben erfolgten zehn weitere Hübe (2 x 1,5 t und 8 x 62,5 t), um kleinere Einbauten des Ofens für Wartungsreparaturen herauszuheben.“

Von der Ankunft am Einsatzort bis zur Abfahrt des letzten LKW dauerte es lediglich 14 Tage.

Kran hebt Last auf Nachtbaustelle
192 Tonnen Gewicht: der neue Laufring in Kiruna.
 
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