Industrienachrichten

Rückschau auf das 18. Steine- und Erdenseminar

Im Zeichen der Elemente

Wasser, Erde, Luft und Feuer. Alle vier Elemente beleuchtete das 18. Steine- und Erdenseminar im letzten November hinsichtlich Rechtssicherheit, Verfahrensbeschleunigung und Kosteneinsparung und lieferte damit weitere Impulse, um die Zusammenarbeit verschiedener Behörden und Planungsstellen und der Steine- und Erdenindustrie weiter zu vertiefen.

Über 140 Teilnehmer aus Vertretern der Regionalverbände, Ministerien, Regierungspräsidien, Landratsämter, Mitgliedern des ISTE und der Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Bergbau- und Mineralgewinnungsbetriebe e.V. (ABBM) erhielten Informationen aus erster Hand. Prof. Dr. Klaus-Peter Dolde, Kanzlei Dolde, Mayen und Partner (Stuttgart), und Thomas Beißwenger, der Hauptgeschäftsführer des ISTE, leiteten die Diskussionsrunden.

Nachdem Prof. Dr. Matthias Reimann vom ABBM als Kooperationspartner der Veranstaltung die bayerische Seite beleuchtet hatte, gewährte Annette Stemann einen Blick in die Praxis eines Landratsamtes in Baden-Württemberg. Sie berichtete von ihren positiven Erfahrungen mit der frühen Öffentlichkeitsbeteiligung – ein Gesetz, das seit 1. Januar 2015 in Kraft ist.

Das Element Wasser

Diskussionen, wann eine Verschlechterung im Sinne der Wasserrahmenrichtlinie anzunehmen ist, sind aktueller denn je. Die rechtliche Sicht dazu beleuchtete Dr. Bernd Schieferdecker, Rechtsanwalt und Fachanwalt in der Kanzlei Dolde, Mayen und Partner (Stuttgart), der zweite Kooperationspartner der Veranstaltung. Wie übergeordnete Regelungen, so wie die EU-Wasserrahmenrichtlinie, die Dr. Schieferdecker darstellte, die Zulassung und den Betrieb von Steinbrüchen und Kiesgruben im Land beeinflussen, zeigte Klaus-Jürgen Boos vom Büro für Gewässerkunde und Landschaftsökologie (Saarbrücken).

Das Element Erde

Die Auswirkungen der neuen Mess- und Eichverordnung des Bundes auf die Betriebsabläufe stellte Walter Nelles, der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Mineralische Rohstoffe (MIRO) dar. Ziel ist es, den Lieferanten der Baustoffe und ihren Kunden die Tara-Verwiegung des Lkw innerhalb eines bestimmten Zeitraumes zivilrechtlich zu ermöglichen. Denn bei einem Investitionsaufwand von ca. 40.000 Euro wird bei einem Kunden mit 5 Verladungen eine Scheingenauigkeit von 7,5 Euro erzielt, je nachdem, ob der Tank voll oder halbleer beim Wiegevorgang war. Die Leerverwiegung führt vor jeder Beladung im Bereich Steine und Erden zu einem völlig unverhältnismäßigen Aufwand.

Das Element Luft

Über die Neufassung der Technischen Anleitung Luft und wo die neue Verwaltungsvorschrift in den Betrieben der Steine und Erden Probleme bereitet – darüber informierte Dr. Frank Dröscher vom Ingenieurbüro für Technischen Umweltschutz (Tübingen).

Das Element Feuer

Zumindest in Form eines Feuersalamanders kam es nach der Mittagspause zur Sprache, als Pascal Bunk, Firma Knauf Gips KG (Iphofen), zum Arten- und Biotopschutz einen Blick auf die betriebliche Perspektive warf sowie auf Risiken und Konsequenzen der aktuellen Rechtsprechung in der Praxis. Die aktuelle Rechtsprechung beleuchtete Rechtsanwalt Dr. Winfried Porsch von der Kanzlei Dolde, Mayen und Partner (Stuttgart), die Sicht der Wissenschaft zeigte Prof. Dr. Michael Rademacher von der Fachhochschule Bingen.

Thomas Beißwenger (rechts), der Hauptgeschäftsführer des ISTE, moderierte die interessante Diskussion mit Pascal Bunk (links), Vorstandsmitglied in der Firma Knauf Gips KG (Iphofen), Rechtsanwalt Dr. Winfried Porsch (2.v. links) von der Kanzlei Dolde, Mayen und Partner (Stuttgart), und Prof. Dr. Michael Rademacher (3.v. links) von der Fachhochschule Bingen.
Thomas Beißwenger (rechts), der Hauptgeschäftsführer des ISTE, moderierte die interessante Diskussion mit Pascal Bunk (links), Vorstandsmitglied in der Firma Knauf Gips KG (Iphofen), Rechtsanwalt Dr. Winfried Porsch (2.v. links) von der Kanzlei Dolde, Mayen und Partner (Stuttgart), und Prof. Dr. Michael Rademacher (3.v. links) von der Fachhochschule Bingen.
 
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