Technik

Keestrack Destroyer 1113 bei Kim Vind

Produktiver Zerstörer

Seit Sommer 2015 arbeitet der neue Destroyer 1113 beim dänischen Unternehmen Kim Vind im Recycling-Wechseleinsatz. Als mittlere Leistungsstufe der raupenmobilen Prallbrecher von Keestrack überzeugt die 49-Tonnen-Anlage mit Nachsieeinheit durch praxisgerechte Mobilität, große Produktionsvielfalt und eine hohe Wirtschaftlichkeit im Betrieb.

2001 gegründet, hat sich das Erd- und Tiefbauunternehmen Kim Vind Maskinstation & Entreprenør zu einem Dienstleister in der westdänischen Küstenregion rund um den Hauptsitz Årre entwickelt. Seit 2008 zählt auch das Recycling von Baustoff-Restmassen und Bodenaushub zum Leistungsangebot – im Zuge eigener Bau- oder Abbruchmaßnahmen sowie im Lohnauftrag auf Fremdbaustellen und Materialdepots anderer Baufirmen bzw. großer landwirtschaftlicher Betriebe. Bislang nutzte man hier einen raupenmobilen 30-t-Backenbrecher und seit vergangenem Jahr auch eine Doppeldeck-Siebanlage Keestrack Combo, geliefert und betreut durch den dänischen Keestrack-Händler TNS Imex in Løgumkloster. Im Rahmen der Zusammenarbeit – TNS liefert an Kim Vind auch Drainagemaschinen sowie Anbaugeräte und leistet herstellerübergreifend Service für die Brech- und Siebtechnik – kam der Keestrack-Partner auch beim Ersatz des Backenbrechers im Sommer 2015 in die engere Wahl. Kim Vind war schnell überzeugt und entschied sich für eines der ersten Produktionsmodelle des neuen Destroyer 1113.

Praxisgerechte Vollausstattung

Insgesamt nur 49 Tonnen wiegt der Destroyer 1113 mit montierter Nachsiebeinheit und Rückführband (ohne Nachsieb/Rückführung: 46 t). Gemeinsam mit den kompakten Transportabmessungen (LxBxH: 16,26/3,00/3,35 m) macht dies Standortwechsel einfach und schnell. „Uns überzeugten die kurzen Rüstzeiten und die große Mobilität der Maschine auf schwierigem Terrain“, erklärt Kim Vind. Das lange Raupenfahrwerk (4.100 mm) und die gute statische Gewichtsverteilung des Rahmenaufbaus erlauben zudem den stützenfreien Betrieb der Anlage selbst bei voller Ausladung der insgesamt drei Halden- bzw. Produktbänder.

Aus dem 5-m³-Aufgabebunker mit variablem Vibrationsaufgeber gelangt das Material zunächst über ein aktives Zweideck-Vorsieb zur Abtrennung der Feinanteile, die per Bypass am Brecher vorbeigeführt oder seitlich aufgehaldet werden. Das minimiert den Verschleiß und optimiert die qualitative Zerkleinerungsleistung des Prallbrechers mit einer Einlauföffnung von 1.050 x 800 mm. Die schwere Bauart des 1.000 mm breiten Rotors mit vier Schlagleisten (Ø: 1.260 mm, Gewicht: 5.100 kg) und das große Brechraumvolumen gewährleisten hohe Produktionsraten bei langer Lebensdauer der eingesetzten Werkzeuge. Ebenso überzeugt das direkt angetriebene Aggregat (Rotordrehzahl: 518 – 609 U/min) mit einer großen Laufruhe im Betrieb.

Prallbrecher
Einer für alles: Der neue Prallbrecher Destroyer 1113 von Keestrack erweiterte das Leistungsspektrum des dänischen Bauunternehmens Kim Vind erheblich.

Eine Vibrationsrinne unter dem Brecher befördert das Brechgut schonend auf das Hauptaustragsband (7.500 x 1.100 mm), wo der über Fernbedienung hydraulisch höhenverstellbare Überband-Magnet metallische Bestandteile separiert. Das optionale Nachsieb in Eindeck-Ausführung (Siebfläche: 3.300 mm x 1.500 mm) produziert über gängige Wechselsiebmedien zwei Fraktionen, wobei das schwenkbare Rückführband das Grobkorn in den Aufgabebunker zurück fördert bzw. als zusätzliche Endkörnung aufhaldet. Eine noch größere Wertschöpfung im Solo-Betrieb bietet das optionale Doppeldeck-Modul mit nachrüstbarem Mittelkornband für eine zweite Wertkörnung. Gesteuert und überwacht wird die gesamte Anlage durch die SPS-basierte Relytec-Steuerung von Keestrack, die mit zahlreichen Funktions-Routinen, klaren Display-Informationen und optionaler Funkfernsteuerung hohen Bedienkomfort und störungsfreie Abläufe gewährleistet. Weitere Standards in punkto Wartungsfreundlichkeit setzt der Destroyer 1113 mit großzügiger Stahlverrohrung der Betriebshydraulik und der einzigartigen Hubfunktion des Hauptrahmens, die freien Zugang zu Brecherauslauf und Austragsband sowie die leichte (De-)Montage von Nachsieb bzw. optionalem 4-Achs-Dolly erlaubt.

Hohe Produktionsleistungen bei jedem Material

Mit deutlich über 500 Betriebsstunden in den ersten fünf Betriebsmonaten war der Destroyer 1113 bereits unmittelbar nach Übernahme sehr gut ausgelastet. Im Ein-Mann-Betrieb mit festem Maschinisten/Baggerführer erreicht die Anlage im typischen Recycling-Einsatz mit stark vermischtem Bauschutt zuverlässig Produktionsleistungen von 200 bis 260 t/h (Aufgabe: 0/700; Endkorn: 0/25, 0/40). Für die Schotterproduktion im Hartstein (Granit/Kieselkalk, Endkorn 0/40) sind ca. 230 t/h dokumentiert. Als durchschnittlicher Kraftstoffverbrauch wurden bislang knapp 50 l/h ermittelt.

Auch in der Baustellenpraxis bewährt sich der ab Werk mit hydraulisch angetriebenem Zusatz-Generator und Kompressor für Kleinwerkzeuge ausgerüstete Destroyer 1113: „Durch das Nachsieb sparen wir tatsächlich oft eine Maschine, wodurch sich auch kleinere Chargen im Solo-Betrieb rechnen.“ Dabei sorgt ein in Eigenregie angebrachtes Gebläse zur Windsichtung von Leichtstoffen zusätzlich für ein unkompliziertes Handling der verarbeiteten Restmassen.

Prallbrecher
Herzstück der Anlage ist der direkt angetriebene Keestrack-Prallbrecher Typ 1113, der dank effizienter Vorabsiebung eine hohe Produktqualität bei sehr gutem Verschleißverhalten der eingesetzten Werkzeuge liefert.
 
Weitere Informationen