Technik

Automatische Schmierstoffgeber von SKF

Immer gut geschmiert – auch unter Extrembelastungen

Der Abbau von Kreide ist für Maschinen und Förderanlagen eine Herausforderung: Große Mengen Staub und Schmutz machen ihnen schwer zu schaffen – vor allem den Lagern. Diese müssen deshalb regelmäßig geschmiert werden, was bei kilometerlangen Förderstrecken aber manuell nicht möglich ist. Aus diesem Grund setzt die Vereinigte Kreidewerke Damman KG in ihrem Rügener Werk auf automatische Schmierstoffgeber von SKF.

Große Drehtrommeln trennen die Kreideplatten von anderen Gesteinen. Anschließend wird das Material getrocknet und auf Förderbändern weitertransportiert. So fein die Kreide ist, so grob sind die Einsatzbedingungen für die Maschinen. Das enorme Staub- und Schmutzaufkommen erschwert die Zustandsüberwachung und die Wartung erheblich.

Vor allem für die Schmierung der Maschinenlager ist das Kreidewerk ein echter Härtefall. Immer wieder kam es in der Vergangenheit aufgrund von Schmierstoffmangel zu vorzeitigen Lagerausfällen. Ein manuelles Nachschmieren der kilometerlangen Anlagen war auf dem riesigen Betriebsgelände schlichtweg unmöglich.

Ansprechpartner für eine neue Lösung war der SKF-Vertragspartner für Maintenance Products (Mapro), August Kuhfuss Nachf. Ohlendorf mit Hauptsitz in Braunschweig. „Als Erstes haben wir die komplette Anlage skizziert und die entsprechenden Schmierstellen ermittelt. Danach war schnell klar, dass nur eine Automatisierung Abhilfe schaffen konnte“, erinnert sich Geschäftsführer Martin Ohlendorf. Insgesamt 480 Stellen identifizierten die Experten.

Förderanlage im Kreideabbau
Große Mengen Staub und Schmutz machen Maschinen und Förderanlagen im Kreideabbau schwer zu schaffen.

Praktische Lösung

Als geeignet erwiesen sich die Schmierstoffgeber der LAGD-Reihe unter dem Markennamen System 24. Die automatischen Einpunkt-Schmierstoffgeber bestehen aus einem durchsichtigen Behälter und einer Patrone mit einer elektrochemischen Gaszelle.

Bei der Inbetriebnahme werden die internen Batterien aktiviert, es baut sich Gasdruck auf, und der Kolben im Schmierstoffgeber drückt das Fett oder Öl in die Applikation. Der Abgabezeitraum lässt sich von einem Monat bis zu einem Jahr regulieren, und die Montage ist ohne Werkzeug möglich. Die Schmierstoffgeber sind staubdicht, wasserfest, haben eine ATEX-Zulassung für Zone 0. Jeder einzelne Schmierstoffgeber wurde individuell auf die jeweilige Schmierstelle eingestellt.

Nach genauer Festlegung der Schmierstoffmengen und der eingesetzten Stoffe begann der Einbau. Nach sieben Tagen war die komplette Anlage im Kreidewerk Rügen mit dem System 24 bestückt. „Die Lagerausfälle haben sich seitdem um nahezu 30 Prozent reduziert – und vorzeitige Ausfälle haben wir kaum noch zu verzeichnen“, resümiert Martin Ohlendorf.

Schmierstoffgeber
Die Schmierstoffgeber des SKF System 24 sorgen in dem Kreidewerk für eine regelmäßige, automatische Schmierung von insgesamt 480 Stellen.
 
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