Technik

RAG Mining Solutions entwickelt neue Software für Logistik- und Wetterwarten von Bergwerken

Prozesse einfach sicherer gestalten

Maschinen und Systeme auf einem Bergwerk liefern ständig eine hohe Anzahl an  Informationen. Um diese miteinander  verknüpften Betriebsmittel fachgerecht einsetzen zu können, bedarf es eines breitgefächerten Know-hows der Mitarbeiter über wie unter Tage. Wie aber geht ein Unternehmen wie die RAG bei sinkenden Personalzahlen mit diesem Thema um?

„Indem wir Expertenwissen und wichtige Daten in modernen, leistungsfähigen Softwaresystemen und Datenbanken konservieren. In Systemen, deren Betrieb wir für die Restlaufzeit garantieren können“, so Hans Simon, Leiter der Softwareentwicklung bei RAG Mining Solutions. Zu Beginn dieses Prozesses galt es zusammen mit dem Entwicklerteam der Schwestergesellschaft RAG Deutsche Steinkohle AG festzustellen, was die Software überhaupt leisten soll. Dabei gelang es den Entwicklern gemeinsam mit den Experten der RAG, die Ziele klar zu definieren und zu realisieren. Im Anschluss entstand ein Softwaresys­tem mit Informationen aus zahlreichen Maschinen. Die Daten vom Bergwerk können nun eins zu eins übernommen werden. „Das heißt im Umkehrschluss nicht, dass Daten aus den verschiedenen Softwaretools herausgesucht werden müssen, sondern dass das neue System diese aus den bereits bestehenden Subsystemen einbindet“, so Uwe Raasch vom Bergwerk Prosper Haniel. „Änderungen wie beispielweise neue Streckenabschnitte werden täglich automatisch aktualisiert.“

Logistikleitwarte

Das 3D-Logistiksystem unterstützt die Bergleute bei der täglichen Arbeit indem sie wichtige Informationen zur aktuellen Situation im Bergwerk liefert. Dazu gehört unter anderem die schnelle Suche nach Betriebspunkten und Telefonnummern. Das erleichtert nicht nur Informationsgespräche mit dem Kunden vor Ort, sondern beispielweise auch Verletztentransporte unter Tage. In Intervallen von drei Sekunden wird außerdem die Position aller Züge bestimmt und im 3D-Grubengebäude dargestellt.

Eine Vordefinition von Sichten erlaubt dem Anwender, ausgewählte Teilmengen der Elemente im Grubengebäude darzustellen. Das System unterstützt damit individuelle Aufgabenstellungen und ermög­licht es, zwischen verschiedenen Darstellungen umzuschalten um die Übersichtlichkeit zu erhöhen. Somit ist zum Beispiel eine Umschaltung auf die Wetterinformationen (Messgeräte, Wetterrichtungen) oder eine Darstellung der Logistikelemente ohne Grubengebäude möglich.

Wetterwarte

Die Wetterwarte verbindet textliche Informationen mit einer Visualisierung. Die Verknüpfung von textlichen Informationen mit visuellen Mitteln ist besonders wichtig, da sie eine bessere Orientierung ermöglicht. So wird das komplette 3D-Grubengebäude inkl. Betriebspunkten, Bunkern, Abbaurevieren, Vortrieben, Telefonen, Messgeräten, Bewetterungsrichtungen und Wettertüren dargestellt. Über den vertikalen Faktor kann der Anwender Steigungen in Strecken erkennen. Die Kopplung mit der Sicherheitswarte vereinfacht es, Messgerätepositionen bei Alarmen zu erkennen.

Steuerstand mit großem Monitor, ca. 3 Meter breit
Die Verknüpfung von textlichen Informationen mit visuellen Mitteln ermöglicht eine bessere Orientierung.
 
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