Unternehmensführung

Neues Netzwerk für mehr Ressourceneffizienz im Baustoffsektor

Nachhaltiger wirtschaften

Fachexperten des Innovationsnetzwerks für „Micro Mineralien“ (Micromin) treffen sich in verschiedenen Arbeitsgruppen, um aktuelle Technologiebedarfe zu diskutieren und gemeinsame Projektansätze zu konkretisieren.

Die Ressourceneffizienz ist ein Schwerpunktthema der EU-Politik. Mit der Leitinitiative „Ressourcenschonendes Euro­pa“ soll der Übergang zu einer emissionsarmen Wirtschaft unterstützt werden, die ihre Rohstoffe wirkungsvoll einsetzt. Der aktuelle Ressourcenverbrauch ist nicht nachhaltig; so beispielsweise liegt der Tonverbrauch weltweit bei etwa 500 Mio. Tonnen und übertrifft die Regenerationsfähigkeit um ein Vielfaches.

Zur Bildung einer nur 3 cm dicken Tonschicht werden etwa 1.000 Jahre benötigt. Der wertvolle Rohstoff Ton ist wie alle mineralischen Rohstoffe eine regional begrenzt vorkommende Ressource. Vor diesem Hintergrund initiierte die Netzwerkmanagementeinrichtung innos-Sperlich das Innovationsnetzwerk „Micro Mineralien“ (Micromin), bei dem die Ressourceneffizienz im Mittelpunkt der Arbeit steht. Das Netzwerk befasst sich mit der ökoeffizienten Nutzung von feinteiligen Materialien / Reststoffen der Steine- und Erdenindustrie und weiterer Industriebereiche zur Anwendung in den Produkten der keramischen Baumaterialien sowie der Beton,- Mörtel- und Betonfertigteilherstellung. Dabei geht es z.B. auch um die stärkere Nutzung von sogenannten Überschusskörnungen.

Unterstützung für KMU

Im Netzwerk arbeiten die Partner bundesländerübergreifend entlang der Wertschöpfungskette zusammen und bringen ihre spezifischen Kompetenzen ein. Ergänzt durch geeignete Dienstleistungen und Services soll dadurch das kontinuierlich steigende Marktpotenzial insbesondere für KMU effizient ausgeschöpft werden. Hierbei wird das Netzwerk seine Partner in den unterschiedlichsten Bereichen unterstützen: angefangen von der Technologiekommunikation über die Projektinitiierung bis hin zur Öffentlichkeitsarbeit.

In diesem Zusammenhang trafen sich die Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft bereits in verschiedenen Arbeitsgruppen zu Themenstellungen wie z.B. Logistik, Keramik und Beton, um aktuelle Technologiebedarfe zu diskutieren und gemeinsame Projektansätze und Kooperationsprojekte zu konkretisieren.

Partner von Micromin besichtigen das Gelände der Crinitz Baukeramik.
Partner von Micromin besichtigen das Gelände der Crinitz Baukeramik.
 
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