Technik

Neue Mischanlagen von Liebherr

Der Mix macht’s

Im Sortiment der Liebherr-Mischtechnik GmbH sind einige interessante Neuerungen aufgetaucht, die für mehr Wirtschaftlichkeit bei der Betonherstellung sorgen: ein Platz sparender Doppelwellenmischer und ein Mischturm für anspruchsvolle Betonsorten.

Mischerpalette komplett überarbeitet

Die Bauart des Doppelwellenmischers bringt Vorteile beim platzsparenden Einbau besonders bei mobilen Anlagen, ist geeignet für hohe Ausstoßleistungen und verarbeitet auch große Gesteinskörnungen. Alle Baugrößen der Liebherr-Doppelwellenmischer von 1,25 m³ bis 6,0 m³ wurden letzthin komplett überarbeitet: Die neue Generation bietet mehr Nutzen, einfachere Wartung von nur einer Seite, weniger Reinigungsaufwand, hohe Betriebssicherheit und Vorteile beim Einbau in Betonmischanlagen. Alle Funktions-Baugruppen wie Elektromotoren, Getriebe, Hydraulik, Mischerverschluß, Zentralschmierung und Hochdruckreinigung sind auf der Antriebsseite kompakt, aber übersichtlich angeordnet.

Für den Service ist der Zugang am Mischer nur noch auf einer der vier Seiten nötig. Die Wege von Leitungen und Kabel konnten erheblich verkürzt und vereinfacht werden. Viele Leitungen, Ecken oder Kanten sind zu Gunsten besserer Reinigung nun verschwunden. Die Ventile der Hochdruckreinigung wurden in die Hochdruckwasserpumpe integriert. Die leicht zu öffnende, neu gestaltete Abdeckhaube erleichtert den Zugang zu den Keilriemen. Die Getriebe sind nun mit Kühlrippen ausgestattet, die zusätzlichen Luftstrom aus Lüfterflügeln in den Riemenscheiben erhalten – von Vorteil in heißer Umgebung. Das Wechseln der Verschleißkacheln ist jetzt noch einfacher, denn alle Schrauben sind nun von außen gut zugänglich ohne Demontage von Bauteilen.

Auch die Ersatzteilversorgung hat Liebherr optimiert: Die unterschiedlichen Typen von Doppelwellenmischern beherbergen vermehrt identische Bauelemente, sodass sich Händler und Kunden einfacher mit Verschleißteilen bevorraten können.

Doppelwellenmischer
Die neue Generation der Liebherr-Doppelwellenmischer ist aufgeräumt und wartungsfreundlich.

Mischturm für Hochleistungsbeton

Die Firmengruppe Max Bögl nahm vergangenen Sommer im schleswig-holsteinischen Osterrönfeld einen neuen Liebherr- Mischturm in Betrieb. Seither werden hier bis zu 140 Meter hohe Hybridtürme für Windkraftanlagen hergestellt. Diese bestehen aus 17 Betonringen und drei Stahlsegmenten. Die erforderliche Betonfestigkeit ist hoch, die Rezeptur entsprechend anspruchsvoll. Max Bögl entschied sich für einen Mischturm vom Typ Betomat V/875. In acht Kammern können bis zu 875 m³ Gesteinskörnungen gelagert werden – das reicht für zwei Produktionstage. Die gesamte Mischanlage, inklusive Ringtellermischer, Verwiegung von Gestein, Zement, Wasser und Zusatzmittel, ist redundant ausgeführt.

Beide Systeme produzieren synchron und entleeren direkt in die Kübelbahn für den Weitertransport in die Produktionshallen. Besondere Ausstattungsmerkmale sind Probeentnahmestellen an den Ringtellermischern, eine Reinigungsplattform, die Möglichkeit der alternativen Betonabgabe in Fahrmischer und eine Restbetonrecyclinganlage.

Vor einem Mischturm: Reinhold Kletsch (Liebherr), Michael Barthel (Liebherr), Stefan Bögl, Johann Bögl, (beide Bögl) Mark Figel (Liebherr), Anton Gloßner (Bögl).
Übergabe des Liebherr-Mischturms bei der Eröffnungsfeier, von links nach rechts: Reinhold Kletsch (Liebherr), Michael Barthel (Liebherr), Stefan Bögl, Johann Bögl, (beide Bögl) Mark Figel (Liebherr), Anton Gloßner (Bögl).
 
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