Technik

KULI-Krane deutschlandweit im Einsatz

Überall zur Stelle

KULI ist ein mittelständiges Unternehmen der Fördertechnik und produziert Elektrozüge, Laufkrane, Hängekrane, Portalkrane und hydraulische Hubarbeitsbühnen. Bereits seit neun Jahrzehnten werden KULI–Komponenten für den Kranbau in Remscheid gefertigt.

Beim Bau neuer U–Bahnlinien u.a. in Köln, Düsseldorf oder Leipzig kamen und kommen Portalkrane zum Beschicken der Baustellengruben zum Einsatz. Portalkrane mit unterschiedlichsten Traglasten tragen im täglichen Einsatz - häufig rund um die Uhr – zur Versorgung der unterirdischen Baustelle bei. In Köln wurden Portalkrane mit einer Tragkraft von 25 t im schwierigsten innerstädtischen Umfeld montiert und in Betrieb genommen. Hubgeschwindigkeiten bei dieser Traglast von bis zu 20 m/min gewährleisteten eine zügige Versorgung der Baustelle mit Maschinen bis zum Abtransport des Aushubmaterials. In den Tunnelröhren arbeiteten Hängekrane, die die Arbeiten an den U–Bahnhöfen auch auf einem ovalen Gleisverlauf der Kranbahn möglich werden ließen. Durch schmalste Schächte wurden die Bauteile der Krane eingebracht und unterirdisch mit filigraner Montagetechnik in Betrieb genommen.

Zurzeit ist ein Bockkran für die U–Bahn-Erweiterung im Dortmunder Hauptbahnhof für ein großes Bauunternehmen in Fertigung. Auf zwei senkrechten Tunnelröhren mit jeweils einem Durchmesser von 12 Metern wird ein Bockkran mit 2 x 10 t montiert, der mittels der zwei Elektroseilzüge die spätere tiefere Baustelle beschicken kann. Der Bereich zwischen den Röhren dient als Zubringerbereich, um die Lasten aufnehmen und absetzen zu können. Die Katzträgerlänge erreicht damit 38 Meter. Alle Bewegungen sind frequenzgesteuert, der Hub wird über die Hubhöhe von 29 Metern lastabhängig variiert. Die Besonderheit der Elektroseilzüge liegt darin, dass diese keine Hakenwanderung haben und so eine seitliche Bewegung gänzlich ausschließen. Damit ist ein gefahrloses Heben und Senken der Last ohne Versatz im Schacht möglich. Die Katzen sind einzeln oder gemeinsam mittels einer Funksteuerung steuerbar. LED-Strahler sorgen bei Nachtbetrieb für ein gut ausgeleuchtetes Arbeitsfeld. Zur Wartung der Elektroseilzüge sind an jeder Seite des Portals beidseitige Wartungspodeste installiert, um über den Schächten eine sichere Wartung erledigen zu können. Der Bockkran wurde Ende November im engsten Umfeld des Hauptbahnhofes montiert.

Kran
Auch in Düsseldorf auf der Kö war ein KULI-Kran in Aktion.

Betonfertigteile

Im tiefsten Allgäu werden Betonfertigteile hergestellt. Mithilfe eines Portal-kranes mit einer Tragkraft von 25 t und einer Spannweite von 28 m zuzüglich einem einseitigen Ausleger von 6 m werden auf dem Lagerplatz des Produzenten Betonfertigteile und Zubehör für die Produktion umgeschlagen. Die spezielle Aufgabenstellung für KULI bestand darin, die Zuführung der Produktion in einer Halle seitlich neben dem Lagerplatz und den Abtransport der Fertigteile aus der Halle funktionell sicherstellen zu können. Da die Zuführung und der Abtransport der Waren mit einem funkgesteuerten Transportmodul erfolgt, war eine Vernetzung der Transporteinheit mit dem Portalkran notwendig, um bei Fahrt in Querrichtung eine Kollision der Einheit zu vermeiden. Dies wurde mit einer elektronischen Steuerung mit Datenaustausch der Zustandserfassung per Funk der Systeme untereinander sichergestellt. Der Portalkran erhielt eine

Funksteuerung nebst Ansteuerung der vorhandenen vertikal verschiebbaren Traverse. Alle Bewegungsfunktionen werden per Frequenzsteuerung ausgeführt, wobei das Hubwerk mit lastabhängiger Hubgeschwindigkeit ausgestattet ist. Ausstattungsmerkmale wie Wartungspodeste, Beleuchtung, Regenschutzdächer, Windwarngeräte etc. runden die Ausstattungsmerkmale ab. Besonderer Augenmerk wurde bei der Ausgestaltung auf die winterlichen Bedingungen im Allgäu gelegt, damit der Kran auch bei den herrschenden Schneebedingungen sicher und funktionell betrieben werden kann.

Kran
Katzträger verlassen das Werk.

In der Steinverarbeitung

Im Münsterland werden bei einem Steinverarbeiter in eigenen Steinbrüchen Sandsteine abgebaut, zugeschnitten und individuell nach Kundenwunsch bearbeitet. Die großen Steinquader werden aus den Steinbrüchen abtransportiert und in den Zuschneidebetrieb verbracht. Mittels eines 16t-KULI-Weitträgerkrans werden diese im Außenbereich abgeladen und mit großen Kreissägen in kleinere Quader zerteilt. Der Feinzuschnitt in die geforderten Bearbeitungsmaße erfolgt in einer Halle, die nachträglich mit einer Kranbahn versehen wurde, auf der nun ein 5 t Einträgerkran mit 14 m Spannweite seine Aufgaben erfüllt.

Der Kran erhielt eine Druckluftversorgung entlang der Kranbahn bis zum Haken der Unterflasche und wurde zusätzlich für die Umfahrung mehrerer Sperrbereiche ausgerüstet. Einfahrten in diese speziellen Sperrbereiche werden durch die mitgelieferte Funksteuerung individuell freischaltbar unter Beachtung der sicherheitsrelevanten Vorgaben durchgeführt. Die besondere Aufgaben-stellung bestand darin, den Kran nebst Kranbahn in die Halle einzubringen, da alle Bearbeitungsmaschinen in  der Halle verblieben sind.

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Im Allgäu werden Betonfertigteile umgeschlagen.
 
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