Technik

Betonkerntemperierung ohne oberirdische Barrieren durch Kreilac-Bodenverteiler

Weg von der Wand

Auch die Hallenverteiler zur Betonkerntemperierung verstecken sich neuerdings in der Bodenplatte. Kreilac, Hersteller von Fußbodenheizungen/-kühlungen für Industriehallen, hat das Quattro-Plus-System noch hallenfreundlicher weiterentwickelt.

Kreilac bietet jetzt mit Quattro-Terra-Plus eine patentierte Variante mit ebenfalls im Beton eingegossenen Unterflurverteilern zu den einzelnen Heizkreisen an. Dadurch erhöht sich die Aufbauhöhe der Fundamentplatte nicht. Das Standard-

System Quattro-Plus verlagert bereits die Vor- und Rücklaufleitungen vom Wärmeerzeuger/Zentralverteiler zu den Wand- oder Hallenverteilern als störungsfreie Trasse in die Sohlplatte.

Das ist möglich, weil das Prinzip statt auf einen einzigen Hauptvor- und -rücklauf, die wegen ihres Durchmessers nicht in den Tragbeton dürfen, auf zwei oder drei schlanke, parallel geführte Zu- und Rücklaufleitungen aufbaut.

Zusammen bieten sie den gleichen Querschnitt wie jeweils ein einzelner Strang. Allerdings stehen bei Quattro-Plus die Verteilerregister selbst noch auf dem Boden vor den Außen- oder Zwischenwänden der Gebäude. Das schränkt den Hallennutzer in den Stellmöglichkeiten der Einrichtung ein.

Verteilarmaturen im Unterflurkasten
Statt an der Wand befinden sich die Verteilarmaturen nun im Unterflurkasten.

Mehr Stellmöglichkeiten

Die jüngst vorgestellte und patentierte Systemstruktur Quattro-Terra-Plus holt nun auch die Verteilarmaturen von der Wand in den Betonaufbau. Sie bringt sie in einem nur 20 cm flachen Unterflurkasten unter. Der liegt vollflächig auf dem Untergrund (Planum) auf und schließt eben mit der Bodenoberfläche ab. Die Betonkerntemperierung wird damit zu einer vollständig barrierefreien Heizungslösung. Die Deckelplatte ist so dimensioniert, dass sie schwere Lasten (Gabelstapler) tragen kann. Untere und obere Bewehrung im Falle einer Stahlmattenbewehrung des Betons stoßen an den Verteilerkasten für einen Hallenabschnitt an beziehungsweise an die Verteilerkästen: Zur Rohrverlegung nach Tichelmann trennt Quattro-Terra-Plus das Armaturenregister in zwei separate Vor- und Rücklaufverteiler, die Tichelmann-gerecht entgegengesetzt im Boden platziert und gegen Aufschwimmen fixiert werden.

Kreilac brachte diese Ergänzung auf den Markt, weil das Unternehmen von Fall zu Fall auf Platzprobleme in den modernen Logistikhallen stieß. Eine Freifläche zur Platzierung des Armaturenkastens im Boden gäbe es immer, etwa vor einer Tür, die ohnehin nicht zugestellt werden dürfe, oder in der Fahrbahn zwischen zwei geplanten Hochregallagern oder anderswo, sodass die Zugänglichkeit zur Technik im Verteilerschrank über die Abdeckplatte gewährleistet bliebe.

Schematisch baut sich die Hierarchie so auf: vom Zentralverteiler beim Wärmeerzeuger durch die Sohlplatte zum Hallenverteiler in Wand oder Boden; von dort ebenfalls durch den Beton zu den Verteilerschleifen aus Kunststoffrohr als Unter- oder eigentliche Heizkreisverteiler, und erst die bedienen schlussendlich die Heizkreise. Bis auf den Wärmeerzeuger/Zentralverteiler taucht mithin bei Quattro-Terra-Plus alles in der Bodenplatte unter.

Deckelplatten
Die Deckelplatten, die selbst schwere Lasten tragen können, ermöglichen einfachen Service.
 
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