Technik

Mit Röntgenaugen in Down Under

Anno 1894 wurde in Australien ein reiches Vorkommen von Wolfram, Molybdän und Wismut entdeckt. Seither beuteten die Lagerstätte „Wolfram Camp“ wechselnde Eigentümer in verschiedenen Phasen aus. 2008, als der Tagebaubetrieb begann, ging auch eine neue Aufbereitungsanlage in Betrieb. Nach nicht einmal drei Monaten war aber schon wieder Schluss – wegen technischer Probleme, Mangel an Arbeitskapital und letztlich auch bedingt durch die globale Finanzkrise.

2011 wagte die Wolfram Camp Mining Pty Limited den Neustart: mit einer erweiterten Aufbereitungsanlage von Steinert. Sie wurde dafür konzipiert, in der letzten Ausbaustufe 150.000 Tonnen pro Jahr aus der Tagebaugrube aufzubereiten, und zwar in folgenden Prozessen:

Dank Röntgensortierung konnten die Minenbetreiber zudem die aufbereitete Menge steigern: Ein großer Teil der Rohstoffe wird schon vor der Mahl- und Weiterverarbeitungsanlage abgetrennt. Das hat offenbar überzeugt: Der Tagebaubetrieb ließ im Sommer 2013 eine weitere Sortieranlage von Steinert anlaufen. Damit erreicht die Mine nun einen Durchsatz von 300.000 Tonnen pro Jahr.

„Wolfram Camp“ in Australien
Wieder auf Erfolgskurs: das „Wolfram Camp“ in Australien. // Foto: Deutsche Rohstoff AG