Technik

Wirtgen Group Maschinen sanieren Frankfurter Kreuz

Nur 57 Stunden

Fahrbahnsanierung am Frankfurter Kreuz, eine der wichtigsten Drehscheiben im deutschen Straßenverkehr, direkt am Frankfurter Flughafen gelegen. Durchschnittlich fahren dort täglich rund 135.000 Fahrzeuge. Dieses Verkehrsaufkommen verlangt eine besonders sorgfältig vorbereitete Sanierung und maximales Tempo bei der Abwicklung. Eine Aufgabe für die Maschinen der Wirtgen Group.

Ein Brückenabbruch auf der A5 am Darmstädter Kreuz, wenige Kilometer südlich des Frankfurter Kreuzes, war unumgänglich. Dazu musste die hoch frequentierte Autobahn A5 gesperrt werden – eine Gelegenheit, um zeitgleich die dringend erforderlichen Sanierungen am Autobahnkreuz Frankfurt in Angriff zu nehmen.

Termin für diese Maßnahmen war die Zeit zwischen dem 3. und 6. Oktober 2013. Alle Arbeiten von der Absperrung bis zur erneuten Freigabe der komplett sanierten Abschnitte mussten innerhalb von 57 Stunden, das sind 2 Tage und 3 Nächte, erledigt sein.

Ein Projekt mit sechs Baustellen

Die Fahrbahn wurde in beiden Richtungen an insgesamt sechs Stellen instand gesetzt – zusammen rund 18.200 m² Fläche. Bei dem Einsatz musste alles klappen, denn „eine weitere Vollsperrung der A5 in diesem Streckenabschnitt ist nicht mehr geplant“, so Burkhard Vieth, Präsident von Hessen Mobil. Entsprechend hoch war das Aufgebot an Personal und Gerätschaften in dem 1,6-Mio.-Euro-Projekt: Rund 50 Mitarbeiter waren unmittelbar auf der Baustelle aktiv. Zusätzlich fuhren für die Fahrbahnsanierung zu Spitzenzeiten 63 Lkw ihre Runden.

Nachteinsatz für zwölf Fräsen

Sofort nach der Sperrung arbeiteten sich ab 22 Uhr neun Großfräsen und drei Kleinfräsen durch den Fahrbahnbelag. Jörg Freitag, Regionalleiter beim Fräsdienstleister SAT, koordinierte den Einsatz der Kaltfräsen: „Wir haben hier ausschließlich mit Fräsen von Wirtgen gearbeitet. Mit den leistungsfähigen Großfräsen konnten wir dabei die Fräs­tiefen exakt einhalten und das enge Zeitfenster sicher erfüllen.“ Dabei wurde der Asphalt lagenweise abgetragen, um das wertvolle Fräsgut beim Ausbau zu separieren und später bestmöglich zu recyceln. Weil die Planer ausreichend Lkw-Kapazität vorgesehen hatten, konnten die Hochleistungsgeräte ihre Performance ausspielen und realisierten tatsächliche Fräsleistungen von über 200 t/h pro Maschine. Auch bei der Verdichtung des Asphalts kamen Geräte von Wirtgen zum Einsatz. Bei der Verdichtung der sanierten HGT (hydraulisch gebundenen Tragschicht) waren Walzen­züge und Gummiradwalzen von Hamm im Einsatz, während Vögele-Fertiger und Hamm-Walzen den Großteil der Asphaltarbeiten übernahmen.

Am Samstag um 18 Uhr waren alle Asphaltschichten eingebaut. Und das, obwohl in der vorangegangenen Nacht heftige Regenschauer die Arbeiten zeitweise stark verzögert hatten. Aber: Ende gut, alles gut! Als am Sonntag um 6 Uhr morgens der neue Fahrbahnbelag ausreichend abgekühlt war, gab Hessen Mobil die fertig sanierte Strecke nach 57 Stunden wieder frei. Seither rollt der Verkehr wieder. Mit 135.000 Fahrzeugen täglich.

Fräse und Walze auf Straßenbaustelle
Keine Zeit verschenkt: Während die Fräse die letzten Kubikmeter Binderschicht ausbaut, steht die Walze schon parat.
 
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