Arbeitssicherheit

Preisverleihung zum Wettbewerb „Unterwegs – aber sicher!“

Drei Konzepte für betriebliche Verkehrssicherheit

Der Verband Deutscher Sicherheitsingenieure und der Deutsche Verkehrssicherheitsrat ehrten Gewinner auf dem Kongress A+A 2013 in Düsseldorf. Keine einfache Aufgabe, denn die Jury musste zwischen vielen beeindruckenden Projekten entscheiden.

Die Gewinner des Wettbewerbs „Unterwegs – aber sicher!“ stehen fest. Die drei Preisträger haben neue Konzepte entwickelt, die das Unfallrisiko auf Arbeits- und Schulwegen oder beim innerbetrieblichen Transport und Verkehr senken.

Die Initiatoren des Wettbewerbs waren beeindruckt von den eingereichten Projekten: „Die Betriebe nehmen die Verkehrssicherheit ihrer Mitarbeiter sehr ernst. Ihre Aktivitäten sind komplex und nachhaltig, oftmals reichen sie bis in den öffentlichen oder privaten Raum“, erklärte Prof. Dr. Rainer von Kiparski, Vorstandsvorsitzender des Verbandes Deutscher Sicherheitsingenieure (VDSI). „Wir kommen damit der Vision Zero ein Stück näher: Kein Mensch soll im Straßenverkehr oder bei der Arbeit getötet oder so schwer verletzt werden, dass er lebenslange Schäden davonträgt“, so Dr. Walter Eichendorf, Präsident des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR).

Erster Platz: Initiative „Sicherer Arbeitsweg“ der Metropolregion Rhein-Neckar

Ein Anstieg der Wegeunfälle in der Metropolregion Rhein-Neckar brachte die BASF SE, die IHK Pfalz, die IHK Rhein-Neckar und den DGUV-Landesverband Südwest dazu, die Initiative „Sicherer Arbeitsweg“ ins Leben zu rufen.

Über 40 Unternehmen und Institutionen stehen hier mittlerweile im Austausch und entwickeln Sicherheitsaktionen, um ihre Mitarbeiter zu sensibilisieren und die Verkehrsinfrastruktur zu verbessern. Bisherige Bilanz: Fachvorträge, Verkehrssicherheitstage und Plakataktionen wurden organisiert.

Daten zum Mobilitätsverhalten und zu Gefahrenstellen sind erhoben. Zehn Gefahrenstellen konnten gemeinsam mit den Kommunen entschärft werden.

Zweiter Platz: Verkehrssicherheitskonzept „Fit for Fahr'n“ der K+S Kali GmbH

Die Mitarbeiter des Kalibergbauunternehmens K+S Kali GmbH legen täglich viele Kilometer Wegstrecke zurück, das Gros unter Tage. Um ihre Fahrkompetenzen und ihr Sicherheitsbewusstsein zu stärken, hat K+S Kali das Konzept „Fit for Fahr’n“ entwickelt. Es beinhaltet Fahrsicherheitstrainings, die auf die verschiedenen Alters- und Berufsgruppen im Unternehmen zugeschnitten sind. Sie berücksichtigen die Arbeit über und unter Tage mit allen Verkehrsmitteln der werkseigenen Flotte.

Dritter Platz: Betriebliche Verkehrssicherheit bei BK Giulini

Herzstück der Verkehrssicherheitsarbeit bei BK Giulini ist ein Jahresplaner mit Aktionszeiträumen, in denen die Mitarbeiter kontinuierlich je nach Witterung für Gefahrenschwerpunkte sensibilisiert werden. Verschiedene Maßnahmen kommen zum Einsatz: Information per Intranet, Plakate und Flyer, Sicherheitskurzgespräche, Trainings, Mitmachaktionen und die Verteilung von Gebrauchsartikeln wie Eiskratzern oder Warnwesten. Die Aktionen richten sich individuell an jede Berufsgruppe des Chemieunternehmens.

Die Gewinner erhielten Preisgelder von insgesamt 6.000 Euro.

Laudator Dr. Jörg Hedtmann, Leiter des Geschäftsbereichs Prävention bei der Berufsgenossenschaft Transport und Verkehrswirtschaft (BG Verkehr) mit Gewinnern
Erster Platz für die Initiative „Sicherer Arbeitsweg“ der Metropolregion Rhein-Neckar - mit Laudator Dr. Jörg Hedtmann, Leiter des Geschäftsbereichs Prävention bei der Berufsgenossenschaft Transport und Verkehrswirtschaft (BG Verkehr) // Foto: DVR/Loeffke
 
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