Technik

Staub auf Fahrwegen bekämpfen

Wasser allein reicht nicht

Lkw und Erdbaumaschinen, die dicke Staubwolken aufwirbeln: sommers ein gewohntes, aber nicht mehr zeitgemäßes Bild in unseren Branchen. Denn ein spezielles, dem Sprühwasser beigemischtes Bindemittel kann nachhaltig verhindern, dass sich feine Partikel in die Umgebung verflüchtigen.

Unbefestigte oder verschmutzte Fahrwege: besonders in den Sommermonaten eine enorme Staubquelle. Der Baufahrzeugverkehr wirbelt riesige Staubfahnen auf und belastet damit Unternehmensmitarbeiter und Anwohner. Das Befeuchten der Oberflächen mit Wasser schafft hier Abhilfe, bringt seinerseits aber auch Probleme mit sich: Das Wasser trocknet schnell ab, sodass diese Aktion in kurzen Abständen wiederholt werden muss. Die Firma R.A.W. aus Freiburg bietet hier eine umwelt- und ressourcenschonende Alternative. Der Staub, der von den Fahrwegen auf der Baustelle aufgewirbelt wird, stellt eine ernst zu nehmende gesundheitliche Gefährdung dar, da diese Stäube zu gewissen Anteilen auch Quarzfeinstaub enthalten, der als krebserzeugend eingestuft ist. Der Verursacher der Staubbelastung ist verpflichtet, hier geeignete Abhilfe zu schaffen. Wasser ist bislang das Mittel der Wahl, allerdings nicht immer überall in ausreichender Menge verfügbar.

Hinzu kommt, dass gerade bei hochsommerlichen Bedingungen der Einsatz alles andere als effizient ist: denn die staubbindende Wirkung hält nur so lange an wie die behandelte Fahrbahnoberfläche feucht ist. Sobald das Wasser getrocknet ist werden Staubpartikel durch darüberfahrende Fahrzeuge erneut aufgewirbelt, gerade an heißen, trockenen Tagen muss Wasser daher mehrmals täglich aufgesprüht werden.

Staubbindemittel als Alternative

Doch es gibt wirksame Alternativen. Bereits im vergangenen Jahr hat R.A.W. das Staubbindemittel „Ice & Dust Away 25“ (Calcium-Magnesium-Acetat, CMA) auf der Großbaustelle des neuen Flughafens in Kassel-Calden eingesetzt und dessen Wirkung gemeinsam mit der BG Bau auf unbefestigten Fahrwegen über mehrere Tage erfolgreich getestet. CMA wird wie das üblicherweise verwendete Wasser auf die Fahrbahnoberfläche aufgesprüht und bindet dort den Staub. Der Vorteil von CMA jedoch ist, dass die staubbindende Wirkung deutlich länger anhält als die herkömmliche Befeuchtung mit Wasser.

Zusätzlich wird die Wirkung von CMA durch nächtlichen Taufall oder leichten Regen verlängert. Dies bedeutet sowohl eine enorme Reduktion des Wasserverbrauchs als auch des Personal- und Fahrzeugeinsatzes. 

Allseits unbedenklich

Das Bindemittel „Ice & Dust Away 25“ wurde mit dem Umweltkennzeichen „Nordischer Schwan“ ausgezeichnet. Es bescheinigt u.a., dass das Produkt vollständig biologisch abbaubar ist und der Gehalt an Chloriden und Schwermetallen weit unterhalb der geforderten Grenzwerte liegt. Es eignet sich daher auch für den Einsatz auf Baustellen in oder in unmittelbarer Nähe von Wohngebieten oder landwirtschaftlich genutzten Flächen. Auch die Materialverträglichkeit spricht für CMA, denn es wirkt nicht korrosiv und verursacht daher auch keine Schäden an Fahrzeugen.

Staubwolken hinter Lkw
Nicht nur ärgerlich, sondern auch schädlich: Staubwolken hinter Lkw und Erdbaumaschinen.
Zwei Mitarbeiter mischen Bindemittel in Wasserbehälter ein
Das Bindemittel Calcium-Magnesium-Acetat (kurz CMA) wird einfach ins Sprühwasser gemischt. Richtig angewendet, hält die Wirkung mehrere Tage lang vor.
Fahrender Lkw ohne Staubwolke
Saubere Sache: Die Substanz CMA hält die Staubpartikel am Boden. Damit ist allen gedient: den Beschäftigten, den Anwohnern und der Umwelt.
 
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