Technik

Continental entwickelt das LifeCycle-Geschäft weiter

Neue Ära eingeläutet

Continental hat sein ContiLifeCycle-Werk in Hannover-Stöcken  eröffnet. Das weltweit einzigartige Werk nimmt mit seinem integrierten Ansatz aus Heiß- und Kaltrunderneuerung für Lkw- und Busreifen sowie einer eigens entwickelten Gummirecycling-Anlage im Industriemaßstab eine Vorreiterrolle ein.

Mit der Fertigung runderneuerter Reifen, deren Produktcharakteristika auf Augenhöhe mit Neureifen sind, unternimmt Continental einen strategisch wichtigen Schritt und schlägt gleichzeitig ein neues Kapitel für sein LifeCycle-Geschäft auf. „Als wir dieses Projekt gestartet haben, wollten wir unseren LifeCycle-Ansatz näher an die Neureifenproduktion heranbringen. Von der Planung bis zur Fertigstellung benötigten wir weniger als 18 Monate und konnten dabei ein Werk errichten, was den Rahmen des technisch Möglichen ausreizt. Unsere Erfahrung aus der Entwicklung und Fertigung von Neureifen ist in das ContiLifeCycle-Werk eingeflossen, wodurch wir in puncto Leistungsfähigkeit und Produkteigenschaften in der Lage sind, neue Maßstäbe zu setzen“, erklärt Nikolai Setzer, der im Continental-Vorstand für die Division Reifen verantwortlich ist.

Neues Trainingszentrum

Das neue Runderneuerungswerk hat seinen Sitz in Hannover-Stöcken und wird bei voller Auslastung eine jährliche Produktionskapazität von 180.000 Reifen haben. „Für uns dient das ContiLifeCycle-Werk als eine Keimzelle für unsere LifeCycle-Aktivitäten auf der ganzen Welt. Mit unserem einzigartigen Team aus Forschung & Entwicklung, Produktionsmanagement, Engineering und Qualitätsmanagement hier in Stöcken entwickeln und verbessern wir Lösungen für die anderen LifeCycle-Zentren in Petaling Jaya – Malaysia, Cuenca - Ecuador, und Morelia – Mexiko. Zudem haben wir mit der sogenannten ContiLifeCycle-Academy im Werk ein Trainingszentrum geschaffen.

Hier werden wir  Schulungen zu verschiedenen Themen der Runderneuerung anbieten“, erläutert Dr. Andreas Esser, Leiter des Geschäftsbereichs Nutzfahrzeugreifen bei Continental.

Deutliche CO2-Einsparungen

Als Teil des ContiLifeCycle-Werks hat Continental zudem einen Recyclingprozess für das bei der Runderneuerung anfallende Raumehl entwickelt. „Wir haben ein Verfahren entwickelt, welches es uns ermöglicht, das vulkanisierte Raumehl wieder zu devulkanisieren. Das Gummirezyklat ist von so hoher und kontrollierter Qualität, dass es bedenkenlos für neue Reifenmischungen verwendet werden kann”, bemerkt Dr. Boris Mergell, Leiter der Produktentwicklung Lkw-Reifen bei Continental.

Das im ContiLifeCycle-Werk anfallende Raumehl wird komplett in der an das Werk angeschlossenen Recyclinganlage verarbeitet. Hierdurch können die Abfallmengen um mehr als 80% verringert und zudem signifikante CO2-Einsparungen erzielt werden.

Fertigungsanlage für runderneuerte Reifen
Das Conti-Werk in Hannover-Stöcken glänzt mit einer neuen Fertigungsanlage für runderneuerte Reifen.
 
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