Technik

Gut bedacht, schön inszeniert

Nicht nur die deutschen Hochschulen sind überfüllt – auch der ÖPNV steht vor der Herausforderung, zu Stoßzeiten immer mehr Studenten zur Uni zu befördern. Oft übernehmen Busse diese Aufgabe. In Regensburg allerdings führte das gestiegene Fahrgastaufkommen zu Problemen beim Umsteigen. Um diese zu beheben und auch den gewachsenen Ansprüchen gerecht zu werden, inves­tierte man in einen neuen zentralen Omnibushalt. Ein elegantes, ellipsoid um den zentralen Halt geführtes Dach schützt die Fahrgäste nun vor Niederschlag; die gesamte hybride Tragkonstruktion aus Stahlbeton und Stahlstützen überzeugt technisch wie optisch.

Alle Herausforderungen gelöst

Weil das Dach eine zweifach gekrümmte Fläche aufweist und in seiner Aufriss-Geometrie nicht an allen Punkten gleich ist, mussten bei der Verschalung viele verschiedene Winkel und Gradzahlen berücksichtigt werden. Das erforderte eine saubere Vorarbeit und auf der Baustelle eine präzise Kooperation von Baufirma, Betotech und Planer.

Um den Verschleiß etwa durch schwankende Temperaturen zu verringern, entschied man sich, die Fahr- und Haltebereiche für die Busse mit einem Fahrbahnbeton zu versehen. Dieser ist wesentlich formstabiler als bituminöse Beläge. Um ihn mit der umgebenden Asphalt-Fahrbahn optisch zu verschmelzen, färbten die Betonspezialisten den Beton anthrazit ein. Insgesamt ist so ein Verkehrsbauwerk entstanden, das sich sehen lassen kann. Auch in puncto Funktionalität und Nachhaltigkeit.

Omnibushalt der Universität Regensburg
Der neue Omnibushalt der Universität Regensburg ersetzt die bisherigen drei Einzelhaltestellen. Er demonstriert, welch elegante und zugleich funktionelle Bauweisen Beton ermöglicht.
 
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