Industrienachrichten

Bei EEG-Belastung droht zahlreichen Zementwerken das Aus

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) droht Produktion und Beschäftigung in der deutschen Zementindustrie massiv zu gefährden. Hintergrund ist das Bei-hilfeverfahren, das die EU-Kommission derzeit initiiert und das in seiner Konsequenz zu einer Strompreisexplosion für energieintensive Betriebe führen kann.

Hierdurch wären mehr als die Hälfte der deutschen Zementproduktion direkt bedroht. Bereits kurzfristig würde dies zu Betriebsschließungen der betroffenen Unternehmen führen. Wegen steigender Produktionskosten wären vor allem Standorte in Grenz- und Küstennähe zu europäischen Nachbarn betroffen, da letztere keiner vergleichbaren nationalen Zusatzbelastung wie der EEG-Umlage ausgesetzt sind. Das geht aus einer aktuellen Studie hervor, die das EEFA-Forschungsinstitut im Auftrag des Vereins Deutscher Zementwerke (VDZ) erstellt hat.

Standortnachteil Deutschland

„Überkapazitäten im benachbarten Ausland gibt es genug, die bei diesen Kostenvorteilen nach Deutschland liefern können“, argumentiert VDZ-Präsident Gerhard Hirth. Mit einem Energiekostenanteil von 52 Prozent an der Bruttowertschöpfung (Brennstoffe 27 Prozent und elektrischer Strom 25 Prozent) gilt die Zementindustrie zu Recht als sehr energieintensiv. „Wenn die Produktionskosten in Deutschland auf Dauer signifikant höher sind als die Kosten an Standorten, die nicht dem EEG unterliegen, steht ein Großteil unserer Industrie in Deutschland vor dem Aus.

 
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