Gesunder Geist – gesunder Betrieb!

Helmut Ehnes

Immer schneller funktionieren, stets und überall erreichbar sein – wie soll ich das nur alles schaffen? Diese Frage stellt sich bisweilen jeder von uns. Ganz klar: Die täglichen Belastungen nehmen zu – im Privaten, aber auch und besonders in der Arbeitswelt. Übersteigen sie ein gesundes Maß, sind fatale Folgen nicht weit. Alarmierende Symptome wie Herz-Kreislauferkrankungen, Rückenschmerzen, Konzentrationsstörungen bis hin zu Depressionen können durch psychische Überlastung ausgelöst werden.

Was sie bewirkt, zeigt ein Blick in die Statistik. Jeder zehnte Arbeitsunfähigkeitstag in Deutschland geht heute zurück auf eine psychische Erkrankung, jede dieser Diagnosen führt im Mittel zu 23 Ausfalltagen. Betriebliche Abläufe so zu gestalten, dass psychische Überlastungen vermieden werden, liegt also nicht nur in der sozialen Verantwortung von Unternehmern und Führungskräften – das gebietet auch die Wirtschaftlichkeit.

Die psychische Belastung am Arbeitsplatz ist daher ein wichtiges Thema in der „Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie“. Und deshalb hat der Gesetzgeber im Oktober 2013 das Arbeitsschutzgesetz angepasst: Psychische Belastungen bei der Arbeit sind jetzt auch in der Gefährdungsbeurteilung zu berücksichtigen.

Was aber können Sie als Unternehmer oder Führungskraft tun, um die psychische Gesundheit Ihrer Mitarbeiter maximal zu schützen? Eine gute Basis bietet der GDA-ORGAcheck, den wir Ihnen im letzten Heft vorgestellt haben. Dieses Werkzeug zur Selbstbewertung der Arbeitsschutzorganisation zeigt Ihnen systematisch, wo Sie besser werden können. Ein gut organisierter Betrieb läuft rund – Stress verursachende Crash-Aktionen entfallen. Auch die bewährten BG-RCIAngebote, wie etwa unsere Broschüre „Stress lass nach!“, helfen Ihnen. Bestellen können Sie sie in unserem Medienshop.

Empfehlen möchte ich Ihnen auch unsere brandaktuelle DVD „Psyche & Rücken“ aus der Reihe „Fit für Job & Leben“. Das digitale Magazin zeigt: Verblüffend oft sind Rückenschmerzen gar nicht körperlich-anatomisch oder durch schwere körperliche Arbeit bedingt, sondern durch psychische Belastungen wie Stress, Zeitdruck, Mobbing oder ein Übermaß an Verantwortung. Neben Experteninterviews zeigen die Filmbeiträge Lösungen aus der betrieblichen Praxis und stellen erprobte Präventionsangebote vor.

Psychische Belastungen: Diesem Thema müssen wir uns widmen – dies ist heute von allen akzeptiert. Es hat den gleichen Stellenwert wie sichere Technik, Gefahrstoffe oder Schutzausrüstung. Nutzen Sie unsere Angebote und die Kompetenz unserer Experten. Es lohnt sich, denn: Prävention ist ein Gewinn für alle!

Herzlichst Ihr
Helmut Ehnes