Arbeitssicherheit

Beispielhaftes Arbeitssicherheits-Projekt bei Betonschwellen-Produzenten

Hauptsache gesund!

Die DW Schwellen GmbH in Neuss hat erkannt, dass die Gesundheit aller Mitarbeiter den Erfolg eines Unternehmens maßgeblich mitbestimmt. Damit jeder, der irgendwie in und mit dem Betrieb zu tun hat, stets in diesem Sinne handelt, realisierte unser Mitgliedsunternehmen einen „Tag der Arbeitssicherheit und Gesundheit“ – mit großem Erfolg bei allen Teilnehmern.

Gesundheit ist unser höchstes Gut: Diese alte Volksweisheit bringt auf den Punkt, wie sehr vom  körperlichen und geistigen Wohlbefinden unsere Lebensqualität und Zufriedenheit, Mobilität und Fitness, Leistungsfähigkeit und unser Selbstwertgefühl abhängen. Gesund zu sein ist ein ebenso persönlicher wie gesellschaftlicher Wert. Die wahre Bedeutung erkennen wir oft aber erst bei Krankheit oder mit fortschreitendem Alter.

Diese Gedanken waren für die Geschäfts­leitung unseres Mitgliedsunternehmens DW Schwellen GmbH in Neuss Anlass genug, einen „Tag der Arbeitssicherheit und Gesundheit“ zu initiieren. Ralf Caninenberg, Prokurist des Unternehmens, Frank Kriwett, Werksleiter in Neuss, und Daniel Makowski, Fachkraft für Arbeitssicherheit, war schnell klar, dass die oben erwähnten Schlagworte an diesem Tag mit Leben erfüllt werden müssen. Die Planungen gingen zügig vonstatten, wobei das Unternehmen auch die BG RCI intensiv mit einband.

Am 19. Oktober 2013 war es dann soweit. Sämtliche Mitarbeiter und deren Angehörige sowie alle für das Unternehmen tätigen Fremdfirmen waren herzlich eingeladen. Ein vielfältiges Angebot an Aktivitäten war für die rund 120 Teilnehmer vorbereitet. Jeder Mitarbeiter bekam eine „Laufkarte“ und hatte die Aufgabe, die einzelnen Stationen an diesem Tag zu besuchen. Zugleich rief die Geschäftsleitung auch eine Mitarbeiter-Prämie für unfallfreies Arbeiten ins Leben, die das Unternehmen nach Ablauf eines Jahres ausbezahlt.

Mit Info-Ständen waren die SOKA-Bau als Ansprechpartner rund um die Rentenversorgung der Mitarbeiter und die AOK Rheinland mit einem Gesundheitsparcours und integriertem Gesundheits­check vertreten. Aktiv beteiligen konnten sich die Besucher an unseren Ständen –  etwa beim „Förderband-Einzugssimulator“, den Aktionsmedien „Polar BodyAge-System“ (Bestimmung des biologischen Alters), dem Stolperparcours 2 (Unfallgefahren durch Stolpern und Stürzen), einem Fliehkraftmodell Gabelstapler (Unfallgefahren durch zu schnelles Fahren) und an unserem Kioskterminal „Infotower Max“. Außerdem war das „Rückenmobil“ im Außenbereich als Anlaufpunkt für die Themen Rückenbeschwerden und Rückengesundheit aufgestellt. Übrigens: Wer sich für die Aktionsmedien der BG RCI interessiert, findet Infos online unter www.aktionsmedien-bg.de.

Zur Sache ging's auch auf dem Firmengelände: Die Firma Weber Feuerlöscher präsentierte sich mit einer spektakulären Brandschutzübung. In anschaulicher Art und Weise zeigten Experten den richtigen Umgang mit Handfeuerlöschern. Abgerundet wurde das Angebot für die Besucher mit Werksführungen durch die Produktionhallen. Dort konnten die Familienangehörigen und andere interessierte Teilnehmer an den Arbeitsplätzen live sehen, wie Betonschwellen hergestellt werden.  Die Bilanz der Initiatoren Caninenberg, Kriwett und Makowski: Der Aktionstag war ein voller Erfolg – für die Arbeitssicherheit und für den Gesundheitsschutz. Eine Wiederholung ist schon fest eingeplant. Denn wie schon der Dichter Ludwig Börne einst sagte: „Es gibt tausend Krankheiten, aber nur eine Gesundheit.“

Dipl.-Ing. Alwin Königsmann, BG RCI

Unterweisung am Bandeinzugssimulator
Finger weg: BG-RCI-Experte Alwin Königsmann mahnt zur Vorsicht an Förderbändern, denn schnell ist eine Hand eingezogen.
Werksführung
Bei der Werksführung erlebten die Besucher, wie Betonschwellen hergestellt werden – und wo an den Arbeitsplätzen Gefahren lauern können.
Feuerlöschübung im Freien
Nicht nur für die Arbeit im Betrieb lebenswichtig: der richtige Umgang mit einem Feuerlöscher. Mitarbeiter und Angehörige übten sich darin auf dem Firmengelände.
// Fotos (3): Alwin Königsmann