Arbeitssicherheit

Umgang mit Fahrzeugbatterien birgt viele Risiken

Vorsicht Explosionsgefahr!

Der Ladevorgang von Fahrzeugbatterien erfordert wichtige Vorkehrungen, um schwerwiegende Unfälle zu vermeiden. Der Gesetzgeber liefert hierzu die erforderlichen Richtlinien und Normen. Eine der wichtigsten stellt die von der Vereinigung der Metall-Berufsgenossenschaften veröffentlichte BG-Information 5017 „Ladeeinrichtung für Fahrzeugbatterien“ dar.

Wodurch entsteht das Gefahrenpotenzial?

Die in PKW und LKW eingesetzten Fahrzeugbatterien bestehen nicht nur aus giftigem eingepresstem Blei, Bleioxid und Bleisulfat. Die Elektroden enthalten zu 37 % stark ätzende Schwefelsäure. Eine Berührung mit der Haut hätte extreme Verätzungen zur Folge. Während des Ladevorgangs werden außerdem Sauerstoff und Wasserstoff freigesetzt, die zusammen ein sogenanntes „Knallgas“ bilden. In Verbindung mit elektrischen Funken, offenem Licht oder heißen Gegenständen kann dies eine folgenschwere Explosion auslösen.

Welche Regeln sind zu beachten?

Batterien dürfen nur von geschultem Personal ausgetauscht werden. Wichtig ist auch, die Batterie vor dem Laden auf Gehäuseschäden und austretende Säure zu untersuchen.

Weiterhin sind folgende Hinweise zu befolgen:

Auch an die Ladeeinrichtungen und elektrischen Anlagen werden Rahmenbedingungen gestellt. Es geht dabei um die Verhinderung eines explosionsfähigen Luftgemisches, die Anforderungen an den Batterieladeraum und an die elektrische Ausrüstung.

Maximale Sicherheit durch ausreichende Belüftung

Laut der BG muss für eine natürliche oder technische Lüftung gesorgt werden, wenn der untere explosionsfähige Grenzwert (UEG) von 4 Vol.-% Wasserstoffanteil in der Luft nicht eingehalten wird.

Für den Fall einer nicht ausreichenden natürlichen Lüftung ist der Einsatz einer technischen Lüftung unumgänglich. Da auch nach Abschalten des Ladestroms mit Gasbildung zu rechnen ist, schreibt die BG vor, dass mit dem Beginn und eine Stunde nach der Ladung die Lüftung eingeschaltet sein muss. Inwie- weit die Einsatzteile explosionsgeschützt sein müssen, geben die entsprechenden europäischen (DIN EN ISO) und technischen (VDMA 24163) Normen sowie die Maschinenrichtlinie vor. Der Bereich, in dem Batterien geladen werden, darf in keinem Fall einer direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein. Weitere Bedingungen:

Neben den Anforderungen an die direkte Umgebung muss letztendlich noch die Sicherheit der elektrischen Ausrüstung – speziell der Ladegeräte – gewährleistet sein. Hierbei stehen die Normen der Reihe DIN VDE 0100 im Fokus. Allgemein gilt: Personen und Sachgegenstände müssen geschützt sein.

Richtiges Equipment sorgt auch für rechtliche Sicherheit

Denios bietet mit seinem Batterieladeschrank eine Lösung, durch die der Anwender nicht nur vor Unfällen geschützt wird, sondern auch rechtlich auf der sicheren Seite steht. Ausgestattet mit einer automatischen Absaugung mit einstündigem Sicherheitsnachlauf und einer permanenten Überwachung des Abluftstroms erfüllt er alle Anforderungen der BG-Information 5017. Zudem ermöglichen die drei transparenten Türen aus Plexiglas eine einfache Kontrolle des Ladevorgangs. Damit keine explosionsfähigen Gase in die Atmosphäre dringen können, ist auf dem Batterieladeschrank die Anbringung eines Abluftkanals vorgesehen. Dieser führt zusammen mit der eingebauten Lüftung die beim Laden entstehenden Gase sicher nach draußen. Wird die Lüftung ausgeschaltet, bewirkt die eingebaute Steuereinheit eine automatische und unmittelbare Unterbrechung des Ladevorgangs. Dadurch wird eine maximale Sicherheit zum Schutz vor Explosionen gewährleistet. Ein robustes Gehäuse aus säure- und laugenbeständigem Polyethylen (PE) und eine integrierte Auffangwanne als Schutz vor austretenden giftigen Flüssigkeiten stellen weitere Vorteile des Batterieladeschrankes dar und runden das Gesamtpaket ab.

Batterieladeschrank mit dreiteiliger Tür, automatischer Absaugung und Steuereinheit für die sichere Überwachung.
Batterieladeschrank mit dreiteiliger Tür, automatischer Absaugung und Steuereinheit für die sichere Überwachung.
Detailansicht: Im Schrankboden integrierte Auffangwanne (mit Gitterrost-Abdeckung) als Schutz vor austretenden Flüssigkeiten.
Detailansicht: Im Schrankboden integrierte Auffangwanne (mit Gitterrost-Abdeckung) als Schutz vor austretenden Flüssigkeiten.
 
Weitere Informationen