Technik

Bell-Großdumper bei Schäfer&Schmitt

6x6 = 100 Prozent im Basalt

Seit gut zwei Jahren setzt die Schäfer & Schmitt KG im Basalt-Abbau auf die Großdumper-Technologie von Bell Equipment. Nach guten Erfahrungen mit dem Bell B45D erwarb das Unternehmen jetzt zusätzlich den größeren Bell B50D. Beide 6x6 arbeiten ganzjährig im Steinbruch Elbgrund.

Seit gut 80 Jahren wird in Elbtal-Elbgrund am Ostrand des Westerwalds hochwer-tiger Basalt abgebaut. Etwa 18 Hektar umfasst derzeit die Abbaufläche, wo das anstehende Material entsprechend der Produktanforderungen auf insgesamt 3 Sohlen, mit einer Gesamtmächtigkeit von bis zu 50 Metern abgebaut wird. Neben der selektiven Abbau-/Produktionsplanung, die auch bei schwieriger Witterung eine hohe Verfügbarkeit der Förderkette erforderlich macht, müssen Schäfer&Schmitt-Geschäftsführer Klaus Horneck und Betriebsleiter Hubert Duda eine weitere spezifische Herausforderung berücksichtigen: 15 bis 20 Meter mächtig ist die Abdeckung über dem Basalt – das entsprechende Abraumvolumen von regelmäßig gut 150.000 m³ pro Jahr wird großteils in Eigenregie über die absatzschwachen Wintermonate Dezember bis Februar bewältigt. Bislang verstärkten dabei zwei bis drei Miet-Dumper der 25- bis 30-Tonnenklasse kurzfristig die eigenen Kapazitäten aus einem Starrrahmen-Kipper (ca. 41 t Nutzlast) und dem Ende 2011 übernommenen Bell B45D mit vergleichbarer Transportleistung.

Gute Erfahrungen im Einsatz

„Der Bell B45D bot bei vergleichbarer Transporttonnage gegenüber unserem bestehenden Starrkipper entscheidende Vorteile in den Fahrleistungen. Dies betrifft nicht nur das Abraumhandling bei Neuaufschlüssen oder in der Verkippung, das zeigte sich auch im Normalbetrieb“, erklärt Klaus Horneck. Beladen bergan laufe der 6x6 „wie auf Schienen“, insbesondere wenn bei feuchter Witterung die Fahrwege in Elbgrund aufgrund eines hohen Tuffanteils im Gestein schnell schmierig werden. Auch in punkto Wirtschaftlichkeit ist Geschäftsführer Horneck zufrieden: „Nach fast 4000 Betriebsstunden liegt der Durchschnittsverbrauch bei 18 Litern – unser alter 4x2 genehmigte sich über 30 l/h.“ Vermeintliche Nachteile beim Reifenverschleiß im 6x6-Hartsteineinsatz kann Klaus Horneck nicht bestätigen. „Wir verzeichnen hohe Reifen- Standzeiten bei einem sehr gleichmäßigen Abrieb an allen Achsen.“

Produktivität wirtschaftlich gesteigert

Anfang letzten Jahres wurde ein Ersatz des alten Starrrahmenkippers beschlossen. „Wir entschieden uns für den Bell B50D, da er auch als Produktionsmaschine sehr gut in unsere Betriebsorganisation passt.“ Mit Heckklappe liegt das Ladevolumen bei knapp 30 m³, wobei die nominelle Nutzlast von 45,4 Tonnen ausreichend Reserven im Basalt und Abraum bietet. Aus dem feinstückigen Haufwerk (1,8 t/m³) benötigt der 4,8-m³-Tieflöffel acht Ladespiele, um die 3,77 m breite Mulde (Ladehöhe: 3,30 m) zu füllen. Seit Anfang Juli arbeitet der Bell B50D als vorrangige Produktionsmaschine auf 9-h-Tageschichten in Elbgrund – bereits Mitte November waren 800 Betriebsstunden überschritten.

Beschickung des baulich beengten Vorbrechers im Steinbruch Elbgrund.
Nadelöhr gemeistert: Mit schmaler Linie ermöglicht der Bell B50D die schnelle und sichere Beschickung des baulich beengten Vorbrechers im Steinbruch Elbgrund.
 
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