Arbeitssicherheit

Sprengberechtigte der Westkalk bilden sich fort

„Gezielte Ladungsberechnung als Ergebnis von Bruchwand- und Bohrlochvermessung“ lautete die Bezeichnung des Fachkundeseminars, an dem gleich sechs Sprengberechtigte der Warsteiner Westkalk teilnahmen. Steinflugverhinderung war das zentrale Thema der Fortbildung, die in Hirschberg stattfand. Insgesamt nahmen 17 Sprengberechtigte aus sechs regionalen und einem saarländischen Steinbruchbetrieb teil.

„Die Teilnehmer konnten ihr Wissen über die einschlägigen Vorschriften und vor allem über die praktischen Verhinderungsmöglichkeiten von unplanmäßigem Steinflug vertiefen. Bei uns in Warstein ist das Thema in der Vergangenheit ein, zwei Mal sehr ernst gewesen“, so Dr. Guido Mausbach, Technischer Leiter von Westkalk, der mit seinen Kollegen die Fortbildung besuchte. In Warstein kam es bei Sprengungen im Steinbruch einer Firma durch Steinflug vereinzelt zu Schäden in der anliegenden Wohnbebauung. „Welche Verantwortung er hier trägt, ist jedem der Westkalk-Sprengmeister bewusst. Der Schutz von Menschen und Wohngebäuden ist uns eminent wichtig, daher bilden wir uns kontinuierlich und über das vorgeschriebene Maß hinaus weiter“, so Mausbach.

Sprengberechtigte sind hochqualifizierte Spezialisten, die nicht nur den Umgang mit Sprengstoffen, Sprengzündern und Vermessungsgeräten beherrschen müssen, sondern auch mit deren Fortentwicklung Schritt halten müssen. So ist es heute möglich – anders als noch vor 20 Jahren – neben der konventionellen Messtechnik im Bedarfsfall auch mit optischen und elektronischen Bohrloch- und Bruchwandvermessungssystemen die zum Sprengen benötigte Energie exakt zu berechnen und punktgenau zu platzieren. So können grundsätzlich sowohl der unplanmäßige Steinflug verhindert als auch zulässige Sprengerschütterungen weitgehend minimiert werden.

Westkalk setzt beim Sprengen regelmäßig eine Art Reißverschlussverfahren ein: Die Ladungen werden genau berechnet, präzise platziert und im Millisekundenabstand gezündet. Die Wand fällt dann wie berechnet nach vorne in den Steinbruch hinein; der geplante Steinflug richtet sich dabei ebenfalls nach vorne unten in den Steinbruch hinein. „Bei einer fachgerecht durchgeführten Sprengung fliegen Steine nicht unkontrolliert durch die Gegend. Und genau das ist unser Ziel, wenn wir sprengen“, erläutert Westkalk-Geschäftsführer Raymund Risse. „Wir geben unsere Unternehmer-Verantwortung nicht mit der Ausstellung der Sprengberechtigung an unsere Mitarbeiter ab, sondern sorgen stetig für eine hoch qualifizierte Fortbildung unserer Mitarbeiter.“

Nach Angaben des Bundesverbandes Mineralische Rohstoffe werden in deutschen Steinbrüchen pro Jahr mehr als 15.000 Sprengungen durchgeführt. Lediglich in rund 10 Prozent der Steinbrüche können maschinelle Gewinnungsverfahren wie beispielsweise Reißen mittels eines Hydraulikbaggers zur Gewinnung des Gesteins wirtschaftlich eingesetzt werden. In allen übrigen Steinbrüchen wird das Gestein durch Gewinnungssprengungen abgebaut.

Vorbereitung einer Sprengung
Ständige Fortbildung ist gerade beim Sprengen und den dazu benötigten Arbeitsmitteln sehr wichtig. // Foto: Plöger, BG RCI
 
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