Industrienachrichten

Technisches Forum von Lafarge

Metzger vergleicht Wort und Tat

„Nachhaltig Bauen – wir mischen mit“ – das war das Motto für das neunte Technische Forum. 200 Gäste folgten im November 2012 der Einladung von Lafarge Zement ins Congress Center nach Leipzig. Das Kundenevent findet alle drei Jahre statt und bietet den Teilnehmern einen abwechslungsreichen Mix aus politischen, fachlichen und wissenschaftlichen Vorträgen.

„Nachhaltigkeit in Politik und Wirtschaft“, zu diesem Thema sorgte Oswald Metzger als erster Referent gleich für einen schwungvollen Auftakt. Der stellvertretende Bundesvorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU stellte den Vergleich von Wort und Tat politischer und wirtschaftlicher Akteure in den Mittelpunkt seiner Ausführungen. Hinter die Nachhaltigkeit so manch politischer Entscheidung setzte er, gemessen an den Ergebnissen, ein Fragezeichen. Ein klares Bekenntnis hingegen gab er zur Energiewende ab. „Zwar ist die Politik nicht immer nachhaltig, wohl aber die Energiewende. Hier, und darin besteht parteiübergreifend Konsens, wird es keinen Rückzug geben“, so das Fazit am Ende seines engagierten Vortrags.

Oswald Metzger
Oswald Metzger (CDU) bekannte sich zur Energiewende.

Beton als Wärmespeicher

Dem schloss sich Ulrich Nolting in seinen Ausführungen an. Der Geschäftsführer der Beton-Marketing Süd ging darin auf die Chancen ein, die speziell die erneuerbaren Energien für unsere Branche bieten. Um die angestrebten Ziele zu erreichen, ist der Ausbau sowohl von Speicher- als auch Netzanlagen unabdingbar. Für den Bau ihrer Fundamente und Leitungen wird Beton eingesetzt. Erhebliches Potenzial birgt auch der Einsatz von Beton als Wärmespeicher. Die Branche kann darin sogar eine Vorreiterstellung einnehmen.

Nachhaltigere Zemente bzw. Klinker standen im Mittelpunkt der beiden Fachvorträge aus dem Lafarge Produktbereich. Günther Walenta vom Lafarge Forschungszentrum in Lyon stellte das Projekt „Aether“ vor. Das von der Europäischen Union geförderte Projekt der Lafarge Grundlagenforschung hat ein klares Ziel: Die Entwicklung eines neuen Klinkers mit ähnlichen Eigenschaften wie Portlandzement, industriell herstellbar mit bis zu 30 Prozent weniger CO2-Ausstoß als bei herkömmlicher Produktion. Erste Pilotversuche unter industriellen Bedingungen verliefen erfolgreich. Weitere Pilotversuche, Untersuchungen zur Dauerhaftigkeit und Anwendungstests bei Kunden folgen.

Um nachhaltige Lösungen ging es auch im Fachvortrag von Alexander Paatsch. Als Manager Technisches Marketing bei Lafarge stellte er Vorteile und Leistungsfähigkeit von CEM II-Zementen für anspruchsvolle und dauerhafte Bauwerke heraus. Am Beispiel des Spezial-Zementes Optavelox ging er auf die hervorragenden Verarbeitungseigenschaften besonders für Betonfertigteile ein.

Betonhandbuch

Projekt Waterford

Ein fester Programmplatz beim Technischen Forum gehört einem internationalen Projekt der Lafarge Gruppe. In diesem Jahr stellte Jeremy Greenwood, Managing Director Readymix UK, das Projekt Waterford Hamel vor. Im grünen Gürtel von Hertfordshire, 45 km nordöstlich von London, startet 2013 ein außergewöhnliches Projekt. Als Bauherr plant Lafarge die Errichtung von dreizehn Null-Energiehäusern, von denen zwölf auf dem freien Markt verkauft werden sollen. Es sollen die ersten autarken Wohnhäuser entstehen, die gewerbsmäßig verkauft werden. „Mit dem Bau der Siedlung will Lafarge zu einer Änderung der aktuellen Bauvorschriften in Großbritannien beitragen. Die Ökohäuser aus Beton sollen gegenüber der üblichen Leichtbauweise für Einfamilienhäuser in Großbritannien überzeugen“, so Jeremy Greenwood.

 
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