Technik

Betonwerk Godelmann bekommt drei neue Cat Radlader 966K

Manufaktur für Platten und Pflaster investiert

Fünf Baumaschinenhersteller durften drei Tage gegeneinander antreten. Sie schickten ihre besten Radlader ins Rennen. Die Ladegeräte mussten sich messen lassen im Kraftstoffverbrauch – das war eine der Bedingungen des Betonwerks Godelmann KG aus Högling, das vorab testen wollte, wie die Maschinen im Betriebsalltag abschneiden. Dabei stach der Cat Radlader 966K der Zeppelin Niederlassung Erlangen hervor, denn dessen Tankuhr zeigte einen merklich geringen Spritverbrauch. Doch es waren nicht die einzigen Faktoren, die Geschäftsführer Bernhard Godelmann überzeugten, in drei Geräte der neuen K-Serie zu investieren.

„Durchschnittlich 15 Liter pro Stunde ist ein Wert, der sich sehen lassen kann“, sagte  der Geschäftsführer. Damit sammelte die Cat Maschine ihren ersten Pluspunkt. Einen weiteren Vorteil gegenüber den Mitbewerbern sicherte sie sich aufgrund der bisherigen Erfahrungen, die der Betrieb mit dem Vorgängermodell, einem Cat Radlader 966H, gemacht hatte. Faktoren wie Zuverlässigkeit und Service spielten bei der Investitionsentscheidung eine Rolle.

Diese konnte der Betrieb bei weiteren Cat Maschinen, wie einem Mobilbagger M318, einem Minibagger 301.8C und einem Radlader 924Hz seit einigen Jahren täglich auf den Prüfstand stellen. Somit fiel die Wahl zugunsten des Baumaschinenherstellers Caterpillar und dessen Lieferanten, die Zeppelin Niederlassung Erlangen, aus.

„Es kommt auf geringe Betriebskosten an. Der Service muss funktionieren. Bei neuen Geräten sind wir schon gut abgesichert, weil die Garantie greift und per se mit wenigen Reparaturen zu rechnen ist“, so Godelmann. Profitieren will das Unternehmen auch vom Wiederverkaufswert – der Marke Caterpillar schreibt der Geschäftsführer einen höheren Wert zu, wenn die Maschinen nach 8.000 bis 10.000 Betriebsstunden im Schnitt ihre Arbeit verrichtet haben und veräußert werden.

Seit einigen Wochen sind nun drei Cat Radlader 966K im Einsatz – zwei Maschinen übernehmen Ladeaufgaben im Kieswerk Naab, das seit Januar zur Unternehmensgruppe von Godelmann gehört. Sie erhielten aufgrund des besonders abrasiven Materials 4,5 Kubikmeter Schaufeln aus hochverschleißfestem Hardox-Stahl. Der dritte Radlader ist im Betonwerk dafür zuständig, eine Brecheranlage zu beschicken. Godelmann stellt eigene Rohstofffraktionen her. Vorgebrochenes Material wird nach der Zerkleinerung der Betonproduktion zugeführt.

Rohstoffe für Spezielles

Auf dem Werksgelände lagern viele verschiedene Rohstoffe. Sie müssen vom Radlader zur Mischanlage transportiert werden. Daraus werden Platten, Pflaster, Stufen, Mauern sowie Sonderbauteile aus Beton, wie Sitzelemente, Deko oder Gartenbeleuchtung. Sie finden sich in zahlreichen deutschen Kommunen wie auch im benachbarten Ausland wieder. Denn Formen, Farben und Oberflächen sind keine Grenzen gesetzt. Die Philosophie von Godelmann: Soll gelbes Betonpflaster hergestellt werden, dann wird nicht der Sand eingefärbt, so wie es weit verbreitet ist, sondern es werden gleich gelbe Körnungen eingesetzt.

Der Aufwand lohnt sich: „Unsere Produkte sind beständiger gegenüber UV-Strahlen sowie Abrieb und sie sind farbechter – selbst nach zwanzig Jahren“, so der Firmenchef. Produkte mit Qualitätsanspruch sind ein Markenzeichen des Unternehmens – das andere: spezielle Oberflächen und großformatige Pflaster mit den Maßen 1,20 x1,20 Meter, die maschinell gefertigt werden. Auf Kundenwunsch sind noch größere Pflaster möglich. Sie werden von Hand hergestellt.

Der Betrieb, Arbeitgeber von 230 Mitarbeitern, versteht sich als Betonmanufaktur. Haben Kunden Extrawünsche hinsichtlich der Oberfläche, der Struktur oder Farbgebung, dann werden sie erfüllt. Und es wird beständig an Neuem getüftelt: So entstanden Formate, damit Architekten bei Verlegemustern mehr variieren können.

Bei den großformatigen Platten bietet Godelmann ein Verzahnsystem an, das wie ein klassisches Nut-Feder-Prinzip funktioniert. Die neueste Kreation sind Steine für Gartenmauern, die während des Produktionsprozesses eine chemisch-physikalische Dauerversiegelung von innen erhalten, somit flüssigkeits- und schmutzabweisend werden und so leichter zu reinigen sind.

Eine weitere Neuheit: Pflaster, die dauerhaft gesundheitsschädliche Stickstoffdioxide in leichtlösliche und ungefährliche Salze, respektive Nitrat, umwandeln. Möglich macht dies die chemische Reaktion über die Photokatalyse – als Katalysator fungiert Titandioxid, das dem Beton bei der Pflasterproduktion in der oberen Schicht hinzugefügt wird. Um einen noch größeren Markt im Straßen-, Garten- und Landschaftsbau als bisher abdecken zu können, schlossen sich Godelmann und Klostermann vor kurzem zu einer strategischen Allianz zusammen.

Radladerfahrer Anton Prey, Geschäftsführer Bernhard Godelmann, Leiter Instandhaltung Bernd Dechant, Betriebsleiter von Naabkies Norbert Auer und Zeppelin Verkäufer Ralph Harbauer
Radladerfahrer Anton Prey, Geschäftsführer Bernhard Godelmann, Leiter Instandhaltung Bernd Dechant, Betriebsleiter von Naabkies Norbert Auer und Zeppelin Verkäufer Ralph Harbauer (von links).
 
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