Technik

Mercedes-Benz Arocs − die neue Kraft am Bau

Mercedes-Benz Lkw setzt die Erneuerung seiner Nutzfahrzeugpalette mit hohem Tempo fort. Nach dem neuen Actros für den Fernverkehr und dem Antos für den schweren Verteilerverkehr folgt nun der Spezialist für den Bau: Von 2013 an fahren sämtliche Lastwagen und Sattelzugmaschinen von Mercedes-Benz in On-Road- und in Off-Road-Einsätzen rund um den Bausektor unter dem Namen Arocs.

Noch nie war das Fahrzeugangebot nach den Kundenbedürfnissen in diesem weit differenzierten Einsatzsektor so breit gefächert. Die neuen Kipper, Allradkipper, Betonmischer, Sattelzugmaschinen und Pritschenfahrgestelle gibt es als zwei-, drei- und vierachsige Fahrzeuge in 16 Leistungsstufen von 175 kW (238 PS) bis 460 kW (625 PS). Alle Motoren sind von Beginn an für die künftige Abgasstufe Euro VI entwickelt und in dieser Ausführung lieferbar.

Die BlueTec-6-Motoren sind als Reihensechszylinder mit Abgasturboaufladung und Ladeluftkühlung für hohe Zugkraft bereits bei wenig mehr als der Leerlaufdrehzahl ausgelegt. In vier Hubraumgrößen von 7,7 über 10,7 und 12,8 sowie erstmals bis 15,6 Liter im neuen OM 473 werden maximale Zugkraftwerte von 1000 bis 3000 Newtonmeter erreicht. Auch der neue Antriebsstrang des Arocs setzt Zeichen: Die Motorleistung wird serienmäßig von automatisierten Mercedes PowerShift 3-Getrieben übertragen. Für die unterschiedlichen Einsätze sind speziell entwickelte Fahrprogramme erhältlich.

Lkw-Frontansicht
Den Kühlergrill des neuen Arocs gestaltete Mercedes Benz in der so genannten Baggerzahn-Optik: Die robusten „Zähne“ stehen für Durchbeißen und Zupacken.

Die im Arocs angebotenen Antriebsformeln reichen vom 4x2-Zweiachser mit Hinterradantrieb bis zum 8x8/4, einem Vierachser mit Allradantrieb und zwei gelenkten Vorderachsen. Vierachser mit einer Vorder- und drei Hinterachsen, ein breites Angebot an luftgefederten Fahrzeugen oder nutzlastoptimierte Betonmischer-Fahrgestelle mit einzelbereiftem Antriebs-Tandem sind Beispiele für die neue Variantenvielfalt „ab Band“ in der neuen Arocs Fahrzeugbaureihe.

Für den Arocs stehen sieben Fahrerhäuser in 14 Varianten zur Verfügung. In Ergänzung zu den kompakten 2,3-Meter Kabinen in S-, M- und L-Ausführungen gibt es für den neuen Arocs geräumigere 2,5-Meter-Ausführungen mit ebenem Fahrerhausboden.

Das unverwechselbare Design des neuen Mercedes-Benz Arocs ist so außergewöhnlich wie der gesamte Lkw. Die speziell für die Baufahrzeugfamilie entwickelte Optik ist geprägt von einem Kühlergrill in der so genannten Baggerzahn-Optik. Klare Botschaft: Die robusten „Zähne“ stehen für Durchbeißen und Zupacken. Stahlecken am Stoßfänger, ein robuster Kühlerschutz und der optisch integrierte „Pendeleinstieg“ bringen Form und Funktion bei dem Spezialisten für harte Einsätze in Einklang.

Neu beim Arocs sind die Produktgruppen Loader und Grounder. Beim Arocs Loader wurden alle Möglichkeiten, Eigengewicht einzusparen, konsequent umgesetzt. Das Ergebnis sind nutzlastoptimierte 4x2-Sattelzugmaschinen, die zu den leichtesten im Bauverkehr zählen, sowie 8x4/4-Betonmischer mit 32 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht, die dank einem besonders niedrigen Eigengewicht von höchstens 9250 Kilo bei jeder Fahrt acht Kubikmeter Fertigbeton liefern können.

Der Arocs Grounder ist für extreme Einsätze unter harten Bedingungen ausgelegt. Durch eine Vielzahl an technischen Maßnahmen ist er kompromisslos und robust für härteste Baustelleneinsätze ausgelegt und verfügt deshalb über eine besonders hohe Stabilitat und Belastbarkeit. Der Arocs wird seine Kundenpremiere während der Bauma in München im April 2013 feiern.

Interieur
Das Interieur hat nur noch wenig gemein mit dem nur mit dem Nötigsten ausgestatteten Innenraum früherer Baufahrzeuge.
 
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