Technik

Polnischer Hersteller kauft zweite Produktionslinie bei der Masa AG

Geräuschreduzierte Betonsteinfertigungsanlage

Die Masa AG hat eine weitere komplette Steinfertigungsanlage nach Aleksandria (Konopiska) in Polen geliefert. Diese Anlage ist für die Firma Kost-Bet bereits das zweite Produkt aus dem Hause Masa. Das 1998 gegründete Unternehmen Kost-Bet hat sich zu einem der größten Anbieter von Gestaltungspflastern und Gartenbauprodukten im Süden Polens entwickelt. Im Zuge einer weiteren Expansion beabsichtigt man auch zukünftig weitere Marktanteile zu gewinnen. Produziert werden überwiegend Pflastersteine aller Art in verschiedenen Farben, Multicolor-, Rand- und Bordsteine sowie sonstige Gartenbauprodukte.

Aufgrund der positiven Erfahrungen mit der Masa AG bei der ersten Steinfertigungsanlage war für Kost-Bet die Entscheidung einfach, wieder eine Masa- Anlage vom Typ XL 9.1 zu kaufen.

Misch- und Dosieranlage

Die Materialzuführung der Dosieranlage erfolgt über insgesamt fünf Aufgabesilos. Die Rohmaterialien werden verwogen und direkt in die Mischeraufzüge gefüllt. Weitere Bestandteile wie Zement und andere Zusatzstoffe werden über Schnecken dem Mischer zugeführt. Die vierfache Farbdosierung dosiert die Flüssigfarbe je nach Rezept in den Mischer. Für die Verwiegung der Flüssigadditive kommen spezielle Flüssigkeitswaagen zum Einsatz. Sowohl die Farben und Additive als auch die entsprechenden Dosiereinrichtungen hierzu wurden von der Firma Remei geliefert. Hohe Betonqualität aller Güteklassen bei gleichzeitig kurzen Mischzeiten leisten die verwendeten Masa Hochleistungsmischer PH 1500/ 2250 und S 350/500. Eine gleichmäßige Mischwirkung wird dabei durch die Zwangsmischung im Gegenstromprinzip mit Mischwerkzeugbewegung in mehreren Ebenen erreicht. Diese praxisbewährten Anlagen zeichnen sich zudem durch ihre Energie-Effizienz und ihren geringen Wartungsaufwand aus. Die Wasserdosierung erfolgt vollautomatisch. Es können beliebig viele Mischrezepturen entwickelt und gespeichert werden. Nach erfolgter Mischung wird der Beton über eine Kübelbahnanlage zu den Betonsilos der Steinfertigungsmaschine transportiert.

Steinfertigungsmaschine

Wie schon in 2006 sollte das neue Werk folgende Bedingungen erfüllen:

Ebenso wie bei der ersten Steinfertigungsanlage wurde wiederum die Masa - Steinfertigungsmaschine XL 9.1 S (= schnelle Version) mit der Brettgröße 1400 mm x 1100 mm ausgewählt. Die Firma Kost-Bet entschied sich für eine Produktion auf Unterlagsblechen aus Stahl mit einer Stärke von 14 mm.

Die Steinfertigungsmaschine vom Typ XL 9.1 ist eine stationäre, vollautomatische Universal-Steinfertigungsmaschine für die Massenproduktion von Betonsteinen aus Leicht- und Schwerbeton und ist das Top Modell im Steinfertigungsmaschinen-Programm der Masa AG. Die Maschine besteht aus einem dreigeteilten Maschinenrahmen, dem Mittelteil mit Vibrationstisch sowie dem Kernbeton- und Vorsatzfüllteil. Diese Füllteile können separat aufgefahren werden, sodass die Maschine für Reinigung und Wartung wesentlich besser zugänglich ist.

Technische Besonderheiten der XL 9.1:

Statt der sonst gängigen stufenlosen Drehzahlregelung für den Vibrationstisch ist die Maschine mit einem amplitudengeregelten Vibrationssystem (Servo- Vibration) ausgestattet, welches die stufenlose Anpassung der Verdichtungskräfte an die durch das Produkt vorgegebenen Erfordernisse erlaubt. Bei Vor-, Zwischen- und Hauptvibration können unterschiedliche Kräfte erzeugt werden, eine Änderung der Amplitude kann bei laufender Produktion erfolgen.

Die Steinfertigungsmaschine vom Typ XL 9.1.
Die Steinfertigungsmaschine vom Typ XL 9.1.

Erhebliche Geräuschminderung

Die zwangsläufig auftretenden Geräusch-Emissionen im Bereich der Steinfertigungsmaschine sind durch das Hydrautainer-Konzept reduziert. Die Maschinenhydraulik wird hierzu in einen speziell vorgerichteten 40' Seecontainer integriert. In Abhängigkeit von anderen Maßnahmen kann hiermit eine erhebliche Reduzierung der Geräusch-Emissionen erreicht werden. Die Masa AG wird mit diesem Konzept serienmäßig der immer stärker werdenden Tendenz zu Geräusch reduzierenden Maßnahmen gerecht.

Die von der Steinfertigungsmaschine produzierten Betonsteine werden über eine Absenkvorrichtung und Freihubförderer zur Hubleiter transportiert. Mittels einer vollautomatischen Schiebebühne (22 Etagen, Etagenabstand 320 Millimeter) in drehbarer Ausführung werden die Betonsteine in die Regalanlage zum Aushärten eingelagert. Die Regalanlage wurde dann bauseits als geschlossenes System mit einer Luftumwälzanlage ausgeführt. Es kann so ein optimales Austrocknen bei minimalem Energieeinsatz erreicht werden. Nach dem Trocknungsprozess werden die Steine aus der Regalanlage heraus auf die Trockenseite gebracht. Hierzu transportiert die Schiebebühne die getrockneten Steine zu einer Senkleiter. Von dort gelangen die Lagen über den Rücktransport zur Paketierung, wo die Steine vollautomatisch zu Steinpaketen zusammengesetzt werden. Der Rücktransport ist als Freihubförderer ausgeführt. Der Antrieb erfolgt jeweils über Servogetriebemotor. Der Grundaufbau der Paketierungseinrichtung besteht aus einem stabilen, aus Profilstahl hergestellten Portalgestell. Das verwindungssteife Fahrwerk sowie die Hub- und Senkbewegung werden jeweils über Zahnriemen und Servogetriebemotor angetrieben. Die um 360 Grad drehbar aufgehängte Greif- und Klammereinrichtung ist als elektrisch angetriebene  Vier-Seitenklammerung (Servo-Klammer) ausgeführt. Nach der Paketierung werden die Pakete horizontal und vertikal umreift. Die paketierten Produkte werden über ein Plattenband in den Außenbereich transportiert. Dort nehmen Gabelstapler die Pakete auf und transportieren diese auf den Lagerplatz. In der jüngsten Vergangenheit hat die Masa AG ihre Anlagen schwerpunktmäßig von Hydraulik- auf Servo-Antriebstechnik umgestellt. Damit sind die Anlagen umweltverträglicher als herkömmliche Hydraulik-Anlagen, da auf den Einsatz von Hydraulikölen und den damit verbundenen Umweltbelastungen weitestgehend verzichtet wird. Im internationalen Vergleich setzt die Masa AG mit dieser umweltfreundlicheren Lösung wesentlich umfassendere Akzente als andere Hersteller von Steinfertigungsanlagen.

Kabelführung über Kabelpritschen.
Kabelführung über Kabelpritschen.

Anlagensteuerung

Gesteuert wird die Anlage mit einer von Masa auf der Basis S7 entwickelten Steuerung über PC und Touch-Screen-Monitor. Wie bei Masa üblich, sind die Schaltschränke aller Steuerungen in einem „Powertainer“ – es handelt sich auch hierbei um einen speziell vorgerichteten 40' Seecontainer – vorinstalliert. Das hat den Vorteil, dass die Installation der Anlage beschleunigt wird und die Schaltschränke geschützt in einem klimatisierten Raum untergebracht sind. Profibus Systeme vernetzen die dezentral aufgebaute S7 Anlagensteuerung. Über ein Touch-Screen-Farbdisplay können Funktionen direkt per Bildschirm angewählt und Daten eingegeben werden. Mittels der enthaltenen Visualisierungssoftware werden eine einfache grafische Funktionsdarstellung, eine Bedienerführung und eine unbegrenzte Rezeptverwaltung ermöglicht. Das Statistikprogramm protokolliert sämtliche Betriebsdaten, die an externe PCs übertragen werden können.

Kost-Bet profitierte als erstes Unternehmen in Polen von einem weiteren innovativen Konzept der Masa AG. Statt der sonst üblichen, kundenseitig zu erstellenden Kabelkanäle in der Bodenplatte, in die dann die Kabel zur Übertragung der elektrischen Leistung verlegt wurden, installierte Masa bei dieser Anlage Kabelpritschen. Die Verlegung der Kabel verursachte somit für Kost-Bet keinen zusätzlichen Aufwand mehr. Zudem sind die Kabel besser zugänglich und bei Bedarf leichter tauschbar.

 
Weitere Informationen

Kost-Bet Sp.j.ul. Gościnna 1
42-274 Aleksandria (Konopiska), Polen

T +48 34 3283025 . F+48 34 3283029

biuro@kostbet.pl . www.kostbet.pl

Masa AG
Masa-Str. 2
56626 Andernach, Deutschland

T +49 2632 92920 . F +49 2632 929211

info@masa-group.com
www.masa-group.com