Unternehmensführung

„Auch wir wollen das Gütesiegel SMS!“

Anlässlich einer Jahrestagung der Geschäftsführer von Tochtergesellschaften der Schwenk Transportbeton GmbH & Co. KG wurde das Gütesiegel „Sicher mit System“ gleich an fünf Firmen der Unternehmensgruppe übergeben. Das nahmen sich die Geschäftsführer Dr. Michael Zocher und Herr Reber der Mitgliedsunternehmen CM Transportbeton GmbH & Co. KG und Freiberger Transportbeton GmbH & Co. KG (ebenfalls beim TBR Transportbetonring) als persönlichen Ansporn: „Auch wir wollen die Voraussetzungen für das Gütesiegel schaffen und dafür die Organisation aller arbeitsschutzrelevanten Abläufe auf eine einheitliche Grundlage stellen.“

Nachdem das Ziel klar war, galt es einerseits eine Unternehmensstruktur mit klar definierten Verantwortlichkeiten festzuschreiben und andererseits einen Managementbeauftragten für die Erarbeitung von Vorgaben zur Arbeitssicherheit und als „Kümmerer“ für das System zu benennen und zu qualifizieren – Günter Vogt übernahm diese Aufgabe. Dem folgte ein Prozess intensiver Arbeit in den Unternehmen. Es wurden sowohl externe Berater hinzugezogen als auch auf Erfahrungen von Gütesiegelinhabern des TBR Transportbetonrings zurückgegriffen, um die notwendigen Verfahrensabläufe eindeutig zu regeln. Ebenso galt es, von den Führungskräften bis hin zu jedem einzelnen Beschäftigten, die Belegschaft vom Nutzen dieses Vorgehens zu überzeugen.

Hilfreiche Simulation: Die Rettung eines Unfallopfers aus dem Silo.
Hilfreiche Simulation: Die Rettung eines Unfallopfers aus dem Silo.

Rettungsübungen bringen neue Erkenntnisse

Diesem Ziel dienten auch vom Unternehmen initiierte Rettungsübungen mit der örtlichen Feuerwehr. Zuerst wurde die Rettung eines Unfallopfers aus einem Silo geprobt. Eine für beide Seiten  wichtige Zusammenarbeit. Die Feuerwehr lernte die örtlichen Besonderheiten eines Hochsilos des Transportbetonwerkes kennen und kann so künftig im Notfall gezielt handeln. Für das Transportbetonwerk zeigten sich auch Problemstellen, wie dringend notwendige Anschlagpunkte für das Einsteigen des Rettungstrupps in das Silo (Bild). Mit einer zweiten Übung wurde die Rettung eines im Sand verschütteten Mitarbeiters geprobt – natürlich per Dummy. Auch diese Inszenierung brachte beiden Seiten Erkenntnisse: Die Feuerwehr übte mit dem Rettungsmittel „Frankfurter Ringe“ am praktischen Beispiel. Für einen optimalen Einsatz ist die richtige Lage der Ringe wichtig. Da tauchte eine weitere Frage auf: Ist es nicht klar, wo der Verschüttete genau liegt, wird die Bergung schwierig. Der Ring muss direkt über dem Unfallopfer positioniert sein, sonst kann es nur teilweise freigelegt werden. Dem Mitgliedsunternehmen wurden diese Grenzen auch erst durch die Übung bewusst. Die Übung zeigte Wege, und mit welchen Hilfsmitteln man sich zur Rettung in losem Material in die Tiefe arbeiten kann.

Nach einer abschließenden Begutachtung durch die Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI) konnten beide Unternehmen nachweisen, dass sie über Organisationssysteme in der Arbeitssicherheit verfügen, welche auf die betrieblichen Gegebenheiten zugeschnittenen sind und die Anforderungen entsprechender Managementsysteme erfüllen. 

Während einer kleinen Feierstunde wurden den Mitgliedsunternehmen CM Transportbeton GmbH & Co. KG und Freiberger Transportbeton GmbH & Co. KG das Gütesiegel „Sicher mit Sys­tem“ der BG RCI überreicht. Damit verbunden die Aussicht, sich in drei Jahren beim Reaudit wiederzusehen.

Dr. Bernd Schneider, Dr. Ulrich Mörters, BG RCI

Dr. Bernd Schneider (Auditor BG RCI), Ines Neef, Dr. Michael Zocher (vorne von links), Lydia Lugert, Mathias Möckel, Susann Schlimper (mittlere Reihe von links), Ines Bernhardt, Günter Vogt, Dietmar Frieß (hinten von links).<
Dr. Bernd Schneider (Auditor BG RCI), Ines Neef, Dr. Michael Zocher (vorne von links), Lydia Lugert, Mathias Möckel, Susann Schlimper (mittlere Reihe von links), Ines Bernhardt, Günter Vogt, Dietmar Frieß (hinten von links).<