Erste Auswertung: Neun Prozent weniger Arbeitsunfälle in der Branche Baustoffe - Steine - Erden

Die erste Auswertung der Unfallzahlen des Jahres 2009 zeigt deutlich: Die Arbeit in der Baustoffindustrie ist erneut sicherer geworden.

Die Gesamtzahl der Arbeitsunfälle ist um 9,1 Prozent auf 11.251 registrierte Fälle zurückgegangen. Die Unfälle, die aufgrund ihrer Schwere zur erstmaligen Zahlung einer Rente führen, liegt mit 175 Fällen um 7 Prozent unter dem Vorjahr.

Auch die so genannten Wegeunfälle, also Unfälle auf dem Arbeitsweg, sind zurückgegangen: mit 744 im Jahr 2009 gemeldeten Fällen liegt dieser Wert 3,4 Prozent unter der Vorjahreszahl. Die neuen Renten liegen hierbei auf dem Niveau des Jahres 2008.

Durch Nachmeldungen und Konsolidierungen können sich noch geringe Verschiebungen ergeben. Die bereits heute erkennbare Tendenz zeigt jedoch, dass die gemeinsamen Präventionsaktivitäten der Unternehmen und der Berufsgenossenschaft weiter Früchte tragen.

Prämien für unfallfreies Arbeiten

Im Rahmen des Prämiensystems „Wer mehr tut, wird belohnt!“ zahlte die StBG im Jahr 2009 rund 700.000 Euro an 235 Unternehmen, die langjährige Erfolge in der unfallfreien Arbeit erzielten. Ab dem Jahr 2010 wird ein neues Beitragsausgleichsverfahren der individuelle Unfallentwicklung im Unternehmen mit Beitragszuschlägen und –nachlässen Rechnung tragen.

Ein Ausblick

Die erste Auswertung stimmt optimistisch: die Zahl der Unfälle und neuen Renten ist signifikant gesunken. Das bedeutet weniger menschliches Leid –  und positive finanzielle Auswirkungen für die Beitragszahler!

Eine abschließende Bewertung der Entwicklung des relativen Risikos wird erst möglich sein, wenn im Frühjahr die Beschäftigtenzahlen des Jahres 2009 erhoben sind. Eine ausführliche und differenzierte Betrachtung werden wir dann in dieser Zeitschrift veröffentlichen. Die ersten Analysen zeigen aber bereits heute eine positive Tendenz.

Unfallort