Arbeitsschuhe – durch Fußscans 100 Prozent passgenau

Damit die Schuhe den Mitarbeitern auf jeden Fall passen, ermittelt ein Fußscanner die Daten für die idealen Sicherheitsschuhe. Bei RWE Rheinland Westfalen Netz AG hat die Arbeitssicherheit einen hohen Stellenwert. Mit einem 18 Monate dauernden Forschungsprojekt hat RWE in Zusammenarbeit mit der Deutschen Sporthochschule Köln und der Atlas-Schuhfabrik neue Sicherheitsschuhe entwickelt. Nahezu alle Füße der rund 5000 Mitarbeiter des Netzbereiches sind nun gescannt und vermessen. „Mit individuell angepassten Schuhen senken wir das Unfall- und Gesundheitsrisiko der Mitarbeiter“, sagt Rüdiger Hoffmann, Leiter des Betriebssicherheitsmanagements der Netz AG.

Dafür fuhr das Betriebssicherheitsmanagement des Energieversorgers mit der Roadshow „Sicher voRWEg gehen“ Standorte des Unternehmens in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz an.

Die Weiterentwicklung der Atlas-Schuhfabrik, die auf den dreidimensionalen Fußscans der Sporthochschule beruht, kann auch in anderen Branchen verwendet werden. Der Schuh entspricht EN ISO 20345, deren Anforderungen zum orthopädischen Fußschutz auch der Berufsgenossenschaftsregel 191 zu Grunde liegen. Die Schuhe wurden mit einer besonderen Passform der Ferse, nageldurchtrittsicherer Zwischensohle, Nässeschutz sowie Wärme- und Kälteisolierung ausgestattet.

„Besonders mit den zusätzlich angebotenen Weiten reagieren wir auf die sich veränderte Fußform der Mitarbeiter“, sagt Hoffmann. Während der Arbeitsschutzmesse A+A 2009 haben die Mitarbeiter von Atlas festgestellt, dass Arbeitsschuhe meist nach den Privatgrößen bestellt werden. „Und die sind fast immer zu groß“, sagte eine Expertin. Zudem hätten viele noch nichts davon gehört, dass es neben der Größe unterschiedliche Weiten gäbe.

Die bisherigen Ergebnisse zeigen, dass 32 Prozent der Teilnehmer außerhalb der Standartweiten 10, 11 und 12 liegen. Sie können künftig aus das neue Angebot in 9,13 und 14 zurückgreifen. 10 Prozent tragen heute schon orthopädische Einlagen in ihren Sicherheitsschuhen. Und 90 Prozent der Befragten würden nun die neu angebotenen Schuhe bevorzugen.

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