Angebote der BG RCI und ihrer Gesundheitspartner

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Um mit betrieblichem Gesundheitsmanagement erfolgreich zu sein, müssen aus Sicht der Krankenkassen einige Voraussetzungen erfüllt sein. Es muss qualitätsgesichert sein. Der Handlungsleitfaden der gesetzlichen Krankenversicherungen beschreibt qualitätsgesicherte Präventionsfelder, Traineranforderungen und mehr. Das Vorhaben muss wirksam sein, ablesbar an der verstärkten Beteiligung der Mitarbeiter an Entscheidungsprozessen, der Förderung sozialer Strukturen und verbesserter Kommunikation. Es muss bedarfsgerecht sein und einen nachweisbaren ökonomischen Nutzen nach sich ziehen. So entsteht nach den Worten von Jürgen Wolters vom BKK Bundesverband beim Reduzieren von Fehlzeiten ein Kosten-Nutzen-Verhältnis von 1:2,5 bis sogar 1:10, bei den Krankheitskosten können mit einem eingesetzten Euro später 2,3 bis 5,9 eingespart werden.

Arbeitsüberlastung, Zeitdruck, mangelnde Kontrolle über die Arbeit und geringe soziale Unterstützung führen heute verstärkt zu psychischen Belastungen. Gerade dafür würden Angebote nachgefragt, die aber noch nicht konform zum Leitfaden seien, erklärte Wolters. Das Seminar „Psychisch krank im Job“ der BKK  richtet sich an Führungskräfte, Personalverantwortliche, Betriebs- und Personalräte.

Die Leistungen des Arbeitgebers zur Gesundheitsförderung sind bis 500 Euro steuer- und beitragsfrei. Die Steuerfreiheit gilt seit dem 1. Januar 2008. Als Anreiz bieten die Kassen Bonusprogramme an. Der Bonus ist an Zielvorgaben gebunden, beispielsweise einen Arbeitskreis Gesundheit. Der Bonus kann an das Unternehmen oder die Versicherten gehen.

Zwei Tipps gab Jürgen Wolters mit auf den Weg: Die Herstellung guter Arbeitsbedingungen durch die Betriebe selbst ist ohne Alternative und eine Gefährdungsbeurteilung eine gute Gelegenheit zur Bestandsaufnahme.

Eine Offensive für den Mittelstand

Gesundheitstage für 50.000 Euro – das können sich doch nur Großunternehmen wie e.on leisten. Was können die drei Millionen mittelständischen Unternehmer tun, die mehr als 70 Prozent aller Arbeitnehmer beschäftigen? Helmut Ehnes, Leiter des Geschäftsbereiches Prävention der BG RCI, nahm sich mit dem Hinweis auf die „Offensive Mittelstand – Gut für Deutschland“ den Führungskräften aus diesem Bereich an.

Mit dem Unternehmens-Check und Leitfaden bietet die Offensive zwei Instrumente für mittelständische Unternehmer, die helfen, die gute Praxis erfolgreicher Betriebe in die Arbeitsgestaltung ihrer Firma zu übernehmen. Elf Themen stehen dabei im Fokus. Eines ist die Kundenpflege. Das Leitbild „Sicherer und gesunder Betrieb“ könne dabei ein positives Signal setzen, so Ehnes. Klar sei, dass beim Thema Führung die Vorbildfunktion des Chefs, seine Qualifikation auch in Dingen der Gesundheitsprävention, eine wichtige Rolle spiele.

Helmut Ehnes, Leiter des Geschäftsbereiches Prävention der BG RCI, stellte auch die „Offensive Mittelstand“ vor.
Helmut Ehnes, Leiter des Geschäftsbereiches Prävention der BG RCI, stellte auch die „Offensive Mittelstand“ vor.

Pilotprojekt Gesundheitsmanager

Gesunde Mitarbeiter sind ein Wettbewerbsvorteil. Dafür benötigt jeder Betrieb einen Mitarbeiter, der darauf achtet, dass die Arbeit gesundheitsgerecht gestaltet ist, der Aktionen anstößt, die der Gesundheitsförderung dienen. Egal, ob nun ein Gesundheitstag im Unternehmen organisiert, die Gemeinschaftsverpflegung optimiert oder eine Betriebssportgruppe ins Leben gerufen werden soll. Bei einem Pilotprojekt in Zusammenarbeit mit Prof. Thomas Wessinghage bietet die Berufsgenossenschaft RCI zunächst für die Branchen Baustoffe - Steine - Erden und Bergbau die Qualifizierung zum „Betrieblichen Gesundheits- und Bewegungsmanager“ an.

Das nächste Thema des BG RCI-Gesundheitsmagazins „Fit für Job und Leben“ passt zum Thema der protecT: Unter dem Motto „Betriebliche Gesundheitsförderung“ finden sich auf der DVD Expertenrat und Berichte aus der betrieblichen Praxis. Sie erscheint im Frühsommer 2010. Die aktuelle Ausgabe „Arbeit im Wandel“ beschäftigt sich mit verwandten Aspekten.

Des weiteren planen der Leitende BG RCI-Arbeitsmediziner Klaus Schlingplässer und Christian van den Berg (Arbeitsgruppe Gesundheit) das Programm „Fitness für Versicherte“ in Zusammenarbeit mit qualitätskontrollierten Fitnessstudios.  Finanzielle Anreize sollen zum regelmäßigen Besuch eines Studios motivieren.

Ansprechpartner:

Gesundheitsmagazin „Fit für Job und Leben“  und  „Der betriebliche Gesundheitslotse“:
Nicole Jansen,
Telefon (0511) 7257 - 752
E-Mail: fit@stbg.de
Internet: www.stbg.de/site.aspx?url=medien/video/fit.html

„Offensive Mittelstand - Gut für Deutschland“
c/o Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie
Theodor-Heuss-Str. 160
30853 Langenhagen
Telefon: (0511) 72 57 - 755
Fax: (0511) 72 57 - 791
Internet: www.offensive-mittelstand.de  E-Mail: info@offensive-mittelstand.de

easy! Präventionskurs-Datenbank der BKK
Internet: www.bkk-praeventionskurse.de/portfolio/index.php?bkk_id=9867
BKK Bundesverband
Kronprinzenstraße 6
45128 Essen
Telefon (0201) 1 79 01 

Rückenparcours „Haltung in Bewegung“
Thomas Winkelmann
RAG Bildung GmbH
Am Technologiepark 1
45307 Essen
Telefon: (0201) 8 92 98 32
Internet: www.ragbildung.de