Verjüngungskur für Baumaschinen

Zeppelin Niederlassung Kassel rüstet sechs Cat Muldenkipper mit Rebuild für weitere Einsatzdauer

Beim Kauf von Baumaschinen spielen in der Regel ökonomische Kriterien die Hauptrolle, immer wichtiger wird allerdings der Faktor Nachhaltigkeit. Schließlich sollen auch Bagger, Lader oder SKW Ressourcen schonend eingesetzt werden. Weil gestiegene Energiekosten und die Folgen knapper Rohstoffe die Investitionsentscheidungen in der Gewinnungsindustrie dominieren, wird bei der Beschaffung von Baumaschinen der Fokus verstärkt auf ein langes Maschinenleben gerichtet.

Das gilt auch für die Hermann Wegener GmbH & Co. KG aus Hannover, die sich dem Gewinnen, Aufbereiten und Veredeln von Rohstoffen, wie Basalt oder Kalk widmet und nun auf das Wiederverwenden seiner altbewährten Cat Muldenkipper in den Betriebsstätten Bramburg und Rhünda setzt. Die Geräte werden sukzessive im Rahmen eines Rebuild-Programms in den nächsten Jahren von den Zeppelin Niederlassungen Kassel und Hannover von Grund auf überholt und so für eine weitere Einsatzdauer gerüstet.

Den Anfang machte ein Cat Muldenkipper 775 D, Baujahr 1998, der für das Unternehmen Basalt transportierte. „Als bei der Maschine nach 16 000 Betriebsstunden die erste Motorreparatur anstand, stellten wir uns die Frage: Sollen wir uns ein neues Gerät anschaffen oder lieber unseren vorhandenen Muldenkipper wieder auf Vordermann bringen lassen “, berichtet der Diplomingenieur und technische Leiter, Achim Glaser. „Nachdem uns die Zeppelin Mitarbeiter der Niederlassung Kassel, insbesondere Serviceleiter Hans-Jürgen Schnell, den Ablauf eines Rebuilds ausführlich und kompetent erklärt hatten, stand unsere Entscheidung, alle sechs Muldenkipper instand setzen zu lassen, fest.“

Alle Komponenten des Gerätes respektive Antriebsstrang wurden überholt, überarbeitet und auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Bis die Maschine zusammengebaut war, wurden zahlreiche Tests durchgeführt und es flossen alle wichtigen technischen Neuerungen ein, die zwischenzeitlich Eingang in die Serienproduktion gefunden haben. Sämtliche Bauteile, ob Motor, Wasserkühler, Getriebe oder Achsen haben die Servicemitarbeiter demontiert, inspiziert und gemäß den Richtlinien von Caterpillar instand gesetzt.

„Das erhöht nicht nur die Leistungsfähigkeit der Muldenkipper, sondern auch deren Wiederverkaufswert“, erklärt Serviceleiter Hans-Jürgen Schnell.

Auch an die Fahrer wurde gedacht: Auf Kundenwunsch wurde das ganze Fahrerhaus überholt und mit mehr Komfort ausgestattet. So wurde beispielsweise ein neuer Sitz eingebaut, der den Fahrern einen ergonomischen Arbeitsplatz bietet. Außerdem erhielt der Muldenkipper eine neue Lackierung und Beschriftung, die alte Seriennummer blieb jedoch erhalten. Nun funktioniert der Muldenkipper wieder reibungslos und kann die Transportarbeit wieder wie gewohnt zuverlässig aufnehmen.

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Cat Muldenkipper 775 D
Sieht aus wie neu, obwohl die Baumaschine 16.000 Betriebsstunden Basalt transportierte: der Cat Muldenkipper 775 D, Baujahr 1998, nach dem Rebuild