tbm: NoColl Kollisionsschutzsystem für Kreuzungspunkte
Um Personen vor Zusammenstößen mit Staplern zu schützen, Stapler sicher durch bauliche Besonderheiten zu manövrieren und Be- und Entladevorgänge sicher zu gestalten, hat tbm das NoColl Kollisionsschutzsystems entwickelt. Es sorgt für:
- die Selektierung der Fahrzeuge bei Halleneinfahrten in „berechtigte“ und „unberechtigte“
- eine automatische Geschwindigkeitsreduzierung im Moment des Aufeinandertreffens beim Begegnungsverkehr in beengten Korridoren.
Die Tor-Durchfahrtssicherung mit automatischer Tor-Auf-Ansteuerung, Aktivwarnung auf der Torgegenseite und Last- bzw. Hubhöhenüberwachung überwacht, dass beim Durchfahren das Tor bzw. die Leitungen im Sturzbereich nicht beschädigt werden bzw. das Fahrzeug bei derartigen Kollisionen sogar noch umkippt.
Bei Rückwärts- und Vorwärtsfahrten auf das Tor zu ist mit einer Engstelle im Torbereich zu rechnen. Die NoColl-Sensorik am Fahrzeug öffnet das Tor und aktiviert auf der anderen Torseite die Aktivwarnung. Der NoColl-Sensor am Tor verlangsamt das Fahrzeug auf 4 km/h vor dem Tor bzw. stoppt das Fahrzeug, wenn die Last zu hoch ist.
Eine Gangende-Sicherung im Breitganglager regelt, dass die aus dem Gang heraus auf den Hauptverkehrsweg fahrenden Fahrzeuge sich langsam einfädeln bzw. in der Kurve bei zu hoher Kurvengeschwindigkeit die Last nicht verloren geht. Wohingegen die Kreuzungssicherung im Gefahrbereich Breitgang-Hauptgang mit NoColl für langsames Ausfahren mit gleichzeitiger Aktivwarnung (rot-gelbe Warnblinkleuchten auf beiden Seiten der Ausfahrt) an der Stirnseite der Regale sorgt.
Die NoColl-Regelung übernimmt
- eine Verlangsamung der Fahrzeuge in mehreren Stufen, gefahrmoment- und positionsbedingt in Abhängigkeit von Hauptverkehrsweg, Zufahrt auf den Hauptverkehrsweg, Kurve, Kreuzung, Überholvorgang oder Vorbeifahren am stehenden Fahrzeug etc.
- einen Stopp des Fahrzeuges bei unzulässiger Fahrzeugbewegung oder Bewegung im unzulässigen Zustand (zu hoch ausgehoben oder Last ist zu hoch) eine Beeinflussung des Fahrzeuges auf Laderampen bei Lkw-Beladung mit Stopp-Signal und Schrittgeschwindigkeit. Zufahrt für Stapler über NoColl (berührungslos) wird gesperrt, bis Lkw angedockt und der Abstand von der Ladefläche kleiner als 10 cm vorhanden ist. Das aus der Halle herausfahrende Fahrzeug kann jetzt in Schrittgeschwindigkeit die Laderampe und den Lkw anfahren. Bewegt sich der Lkw während der Beladung weg von der Rampe, erfolgt über ein Horn ein Alarmsignal. Sollte sich der Staplerfahrer in diesem Moment im Lkw befinden, darf er den Lkw nicht verlassen.
- eine Kurven-Vorfahrtsregelung, nach der jeweils „nur ein Fahrzeug zugleich“ in eine Kurve einfahren darf. Das jeweils später einfahrende Fahrzeug auf der Gegenseite, die nicht einsehbar sein kann, wird automatisch gewarnt oder auf Wunsch sogar gestoppt.
- eine Kreuzungs- und Einfahrtregelung, die durch eine Vernetzung der NoColl-Sensoren an der Hallendecke, die Gefahren ereignisbedingt visualisiert werden (mit Blinkleuchte, Ampel oder Lauflicht entlang des Verkehrsweges).
- eine automatische Einfahrtsregelung für Fahrzeuge in nichtüberschaubare Bereiche wie zum Beispiel in der Papierindustrie mit Kaminblöcken. Ein Fahrzeug kann nicht wieder rückwärts ausfahren, wenn das nächste Fahrzeug hinterher in denselben Gang einfährt. Die NoColl-Regelung ist daher simpel: Ist ein Fahrzeug bereits in einem „Kamingang“, wird die Zufahrt für das weitere Fahrzeug über der Kreuzung bzw. Einfahrt gesperrt und die Sperre eventuell an der Decke mit einer Blinkleuchte angezeigt.