Beim Nachwuchs ist Rammelsbach spitze

Deutschlands beste Nachwuchskraft im Bereich Aufbereitungsmechanik der Sparte Naturstein ist der im Steinbruch Rammelsbach der Basalt AG Südwestdeutsche Hartsteinwerke beschäftigte Eduard Geibel. „Die Auszeichnung hat mich schon sehr überrascht“, gibt der 22-jährige Eduard Geibel unumwunden zu, der seine Abschlussprüfung mit der Note „sehr gut“ bestanden hatte. Vor einigen Tagen bekam er dann ein Schreiben des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, in dem er als bester Prüfungsabsolvent seines Jahrganges in seinem Ausbildungsberuf zur Ehrung am 15. Dezember in Berlin eingeladen wurde.

Bei der bereits zum dritten Mal stattfindenden Veranstaltung im Palais am Berliner Funkturm werden mehr als 200 Top-Absolventen aus den IHK-Berufen geehrt. Die Festrede hält niemand anders als Bundesarbeitsminister Olaf Scholz, und durch das Programm führt die aus dem Fernsehen bekannte Moderatorin Barbara Schöneberger. Mit der seit 2006 jährlich stattfindenden Veranstaltung will der Deutsche Industrie- und Handelskammertag den Wert der dualen Ausbildung in Betrieben und Berufsschulen stärker in das Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken und die weiter steigende Vielfalt der Berufe bekannt machen.

Nach Berlin begleitet wird Eduard Geibel von Otto Schneider, dem Betriebsleiter des Steinbruchs Rammelsbach, der in den vergangenen drei Jahren dafür sorgte, dass der Auszubildende die verschiedensten Arbeitsabläufe in dem Betrieb kennen lernte, und von Hubert Mildenberger, dem Ausbildungsverantwortlichen im Bereich der Südwestdeutschen Hartsteinwerke. „Aufbereitungsmechaniker sind Allrounder für den Steinbruch“, beschreibt Otto Schneider das Berufsbild. Dementsprechend gilt es während der Ausbildung zum Aufbereitungsmechaniker alle möglichen Tätigkeiten in einem Steinbruch zu erlernen. Dazu gehört die Abbauplanung genauso wie der Versand der Produkte, die Reparaturen von Maschinen oder die Gesteinsprüfung im Labor. Neben den Tätigkeiten im Steinbruch ging es im Ausbildungszentrum der Technischen Werke in Kaiserslautern um fachspezifische praktische Kenntnisse. Hier standen beispielsweise die Elektropneumatik, die Elektrohydraulik oder die so genannte Speicher programmierbare Steuerung auf dem Lernprogramm. „Die theoretischen Kenntnisse wurden schließlich in zehn- bis zwölfwöchigen Blockkursen etwas weiter entfernt, nämlich in Wiesau in der Oberpfalz, vermittelt“, ergänzt Oberbetriebsleiter Axel Fiola.

Für Eduard Geibel ist der Aufbereitungsmechaniker auf jeden Fall eine Art Traumberuf. „Ich wollte Mechaniker werden“, erinnert er sich an die Zeit der Lehrstellensuche. Da gab ihm ein Berater von der Industrie- und Handelskammer in Kaiserslautern den Tipp mit dem Aufbereitungsmechaniker und dass im Steinbruch Rammelsbach zwei Lehrstellen zu besetzen wären. Eduard Geibel bewarb sich, wurde genommen und ist heute, nach Abschluss der Lehre, weiterhin im Betrieb tätig, wobei er zurzeit in der Werkstatt eingesetzt wird. „Wir bilden bedarfsgerecht aus, so dass die Auszubildenden in der Regel übernommen werden“, erläutert Axel Fiola die Personalpolitik der Südwestdeutschen Hartsteinwerke.

Eduard Geibel ist jedoch nicht nur Deutschlands bester Absolvent im Bereich Aufbereitungsmechanik der Sparte Naturstein. Zusammen mit seinem vor gut drei Jahren eingestellten Kollegen, der übrigens nur wenig schlechter abschnitt, ist Eduard Geibel der erste, der den Beruf des Aufbereitungsmechanikers im Bereich der Südwestdeutschen Hartsteinwerke erlernt hat. Dass ihm dies gleich mit der höchsten Auszeichnung gelang, die der Deutsche Industrie- und Handelskammertag für Auszubildende zu vergeben hat, ist sicherlich Ansporn und Herausforderung für die anderen Auszubildenden und gleichzeitig ein gutes Zeichen für die Qualität der Ausbildung im Bereich der Basalt AG.

Ehrung der frisch gebackenen Aufbereitungsmechaniker im Palais am Berliner Funkturm
Ehrung der frisch gebackenen Aufbereitungsmechaniker im Palais am Berliner Funkturm