Prävention lohnt sich

Das neue Positionspapier der Selbstverwaltung der gesetzlichen Unfallversicherung zur Prävention

Nach dem Zusammenschluss der gewerblichen und öffentlichen Unfallversicherungsträger zur DGUV nutzte die neu formierte gemeinsame Selbstverwaltung die Chance, ihre Vorstellungen zur Prävention in einem Thesenpapier neu zu bestimmen. Darin formuliert sie Leitlinien zur Umsetzung ihres gesetzlichen Präventionsauftrages, die sich an die Unfallversicherungsträger richten und die mit Zielvorstellungen für deren Umsetzung verbunden sind:

Der internationale Wettbewerb und der demographische Wandel in Deutschland stellen Wirtschaft und Gesellschaft vor große Herausforderungen in der Prävention und der Weiterentwicklung der Präventionsinstrumente.

Arbeitswelt und Bildungseinrichtungen sind so zu gestalten, dass

Vernetzte Kompetenz sichert Qualität und Effizienz der Prävention. Durch die Einheit von Prävention und Versicherung sowie durch Selbstverwaltung, Unternehmen und Versicherte fördert die gesetzliche Unfallversicherung Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit, in Bildungseinrichtungen und bei ehrenamtlicher Tätigkeit. Alles aus einer Hand!

Was können die Unfallversicherungsträger dazu beitragen?

Wir legen für uns als Träger der gesetzlichen Unfallversicherung Leitlinien für die Prävention fest. Diese Leitlinien verbinden wir mit Zielvorstellungen. In regelmäßigen Abständen werden wir berichten, welche Fortschritte wir erreicht haben. 

  1. Wir sind partnerschaftliche Berater und Dienstleister für Unternehmen, Bildungseinrichtungen, Versicherte und ehrenamtlich Tätige.
  2. Mit allen geeigneten Mitteln unterstützen und bewerten wir Sicherheit und Gesundheit in den Betrieben und Bildungseinrichtungen und überwachen die Ergebnisse der betrieblichen Präventionsaktivitäten.
  3. Durch Präventionsmaßnahmen bereits in Kindertageseinrichtungen und in Schulen sorgen wir für Sicherheit und Gesundheit der Versicherten. Gleichzeitig fördern wir die Entwicklung des Bewusstseins von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen für Sicherheit und Gesundheit.
  4. In Berufs- und Berufsfachschulen sowie allen Arten von Hochschulen sollen Sicherheit und Gesundheit in die Ausbildung integriert werden.
  5. Im Rahmen der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie arbeitet die gesetzliche Unfallversicherung gleichberechtigt mit Bund und Ländern zusammen und kooperiert mit den übrigen Trägern der Sozialen Sicherheit und allen für das Schul- und Arbeitsleben relevanten Institutionen.
  6. Durch die umfassende Beteiligung der Arbeitgeber und Versicherten in der Selbstverwaltung gewährleisten wir eine branchenspezifische und örtliche Nähe zu Betrieben, Mitarbeitern und allen weiteren Versicherten.
  7. Wir tragen mit unseren Präventionsangeboten nachhaltig nicht nur zur Gesunderhaltung der Beschäftigten, sondern auch zum Wertschöpfungsprozess in den Unternehmen bei.
  8. Mit Kampagnen, Öffentlichkeitsarbeit und finanzielle Anreizen fördern wir Investitionen, Maßnahmen und Aktionen zum Thema Sicherheit und Gesundheit.
  9. Als größter nichtstaatlicher Bildungsträger motivieren und qualifizieren wir ca. 400.000 Multiplikatoren pro Jahr. Damit stellen wir sicher, dass sich Menschen mit aktueller Fach-, Methoden- und Sozialkompetenz um Sicherheit und Gesundheit bei Erziehung, Ausbildung und Arbeit kümmern.
  10. Durch eigene Forschung, die Förderung der Forschung Dritter sowie Evaluation und Qualitätssicherung stellen wir die kontinuierliche Weiterentwicklung aller Präventionsleistungen sicher.
  11. Wir bringen uns in die nationale, europäische und internationale Entwicklung der Prävention ein, insbesondere in der Prüfung, Zertifizierung und Normung. 

Diese Thesen wurden von der Mitgliederversammlung 2/08 der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung in Fulda am 28. November 2008 einstimmig beschlossen und sind am 1. Dezember 2008 in Kraft getreten.

www.dguv.de

Beratung
Durch kompetente Beratung der Mitgliedsunternehmen werden Unfallschwerpunkte erkannt und abgebaut