Sprenglochbohrgeräte von Klemm Bohrtechnik

Bevor beim Steinbruchbetrieb der DIMAC GmbH in der Nähe von Halle/Westfalen Naturstein zu Straßenbaustoffen, also Schotter und Mineralgemische, aufbereitet wird, muss das Rohmaterial aus der Steinbruchwand gewonnen werden. Mit dem Bohren der Sprenglöcher beginnt dieser Vorgang, und zwar seit 32 Jahren. Denn im Jahre 1976 lieferte Klemm Bohrtechnik das Sprenglochbohrgerät des Typs KR 501 an diesen Kunden aus und in dieser Zeit hat es knapp 13 Millionen Tonnen Gestein abgebaut.

Die letzte Bohrschicht der KR 501 war Ende Oktober 2008, denn da wurde das neue Klemm Sprenglochbohrgerät Typ KR 800-1 angeliefert und in Betrieb genommen. Damit begann eine neue Ära mit neuester Technik, höherer Bohrleistung und gesteigerter Sicherheit.

Aufgrund der vielseitigen Einstellmöglichkeiten der Bohrlafette, bedingt durch die flexible Vorbaukinematik, ist das Bohren von vertikalen und schrägen Produktionsbohrlöchern und das Bohren von tief angesetzten Sohllöchern parallel zur Bohrsohle und Knäpperlöchern problemlos möglich. Somit kann das Bohrgerät auch im Wegebau eingesetzt werden. Die Bohrlafette hat einen hydraulischen Vorschub mit 3 t Vorschub-und Rückzugskraft. Die Klemmvorrichtung ist für Rohrdurchmesser bis zu 133 mm ausgelegt und hat eine integrierte Anbohrführung.

Ein Drehantrieb mit 9 kNm Drehmoment bringt ausreichende Kraft in die Bohrrohre.Diese haben 70 mm Durchmesser und 2.000 mm Länge. Am unteren Ende verrichtetein 3 Zoll Tieflochhammer, angetrieben durch Druckluft, mit einer 90 mm Schlagbohrkrone seinen Dienst.

Die Bohrlochtiefe bei DIMAC beträgt gut 20 m. Größere Bohrlochtiefen sind natürlich möglich.

Der 55 kW leistungsstarke, ölluftgekühlte DEUTZ-Dieselmotor mit Turbolader bietet großzügige Leistungsreserven und verursacht geringere Umweltbelastungen durch niedrige Emissionswerte. Er treibt dieHydraulikpumpen (1 x leistungsgeregelt, 2 x konstant) an.

Sorgfältig nach den technischen und ergonomischen Regeln konzipierte Arbeitsplätze sind eine Gewähr für gesündere und produktivere Geräteführer beherzigt wurde das auch bei der Konstruktion dieses Bohrgerätes. Die Bohrfunktionen lassen sich sicher beherrschen, feinfühlig und exakt steuern. Der Bohrsteuerstand kann ausgeschwenkt werden und verschafft dem Geräteführer einen genauen Überblick über den Bohrvorgang. Die Armaturen sind ergonomisch, alle Kontrollinstrumente übersichtlich angeordnet. Alle Bohr-und Einrichtfunktionen werden direkt geschaltet, Tieflochhammer und Staubabsaugung mechanisch über Absperrhähne.

Schutz und Komfort für den Geräteführer und die Umwelt bringt die wirkungsvolle, hydraulisch angetriebene Entstaubungsanlage. Sie wird automatisch mit Druckluftimpulsen gereinigt. Zum Transport des Bohrgerätes ist sie einklappbar.

Die beiden Pendelzylinder, über die die Fahrwerke um +10 Grad/-15 Grad in unebenem Gelände verstellt werden können, und der Fahrvorgang mit bis zu 2,49 km/h, werden vom Fahrsteuerstand aus dirigiert. Auch lassen sich von dort aus unter anderem sowohl die Motordrehzahl als auch der Not-Aus-Taster betätigen.

Die Schaltung zur Absicherung der Pendelzylinder wurde neu entwickelt.

Durch automatische Lamellenbremsen an den beiden Fahrantrieben kann die KR 800-1 überall ablaufsicher abgestellt werden und ist auch im steilen Gelände sicher unterwegs. Die breiten Antriebsketten verursachen einen geringen spezifischen Bodendruck von 5,38 N/cm2, wodurch die Maschinen auch bei morastigem Untergrund kaum einsinken, trotzdem aber beim Bohren einen festen, sicheren Stand verschaffen; Abstützzylinder sind nicht erforderlich.

Für den Transport wird die Lafette in einer Abstützung sicher abgelegt und alle im Betrieb herausragenden Teile wie Bohrsteuerstand und Entstaubungsgerät werden eingeschwenkt; es gibt keine Überbreite. Dadurch kann das Bohrgerät schnell und kostengünstig zu einem neuen Einsatzort transportiert werden.

Laut DIMAC GmbH ist besonders erfreulich, dass vom ersten Tag des Einsatzes der neuen KR 800-1 an eine deutliche Leistungssteigerung zu bemerken ist. Als Folge daraus ergeben sich für den Kunden DIMAC GmbH eine gesteigerte Produktionsmenge durch mehr Sprengbohrlöcher pro Schicht und qualitativ hochwertige Sprengbohrlöcher, was sich positiv auf den Zeitaufwand für das Beladen der Sprengbohrlöcher mit Sprengstoff und das Sprengergebnis auswirkt. Hinzu kommt eine gesteigerte Motivation des Geräteführers durch die sichere und ergonomische Beherrschung des Sprenglochbohrgerätes mittels des hochmodernen Bohrsteuerstandes und durch ein leistungsstarkes Entstaubungsgerät.

www.klemm-bt.de

KR 800-1 Baujahr 2008 mit Geräteführer Arndt Schwarzbach
KR 800-1 Baujahr 2008 mit Geräteführer Arndt Schwarzbach