Baustoffproduktion 2008 rückläufig

Von Januar bis Oktober 2008 ging die Produktion von Baustoffen um -2 Prozent zurück. Die Zahl der Beschäftigten in der Branche stagnierte trotz rückläufiger Produktion bei rund 140.000. „Angesichts der Finanz- und Wirtschaftskrise können wir derzeit nicht absehen, inwieweit sich die Talfahrt auch in unserer Branche noch weiter verschärfen wird“, sagte BBS-Präsident Dr.-Ing. Gernot Schaefer. „Viel wird davon abhängen, wie schnell die baurelevanten Maßnahmen des Konjunktur- und Investitionspakets der Bundesregierung greifen und inwieweit die Politik hier noch einmal nachlegt.“

Die rückläufige Produktion der letzten 10 Monate ist vor allem auf den äußerst schwachen Wohnungsbau zurückzuführen. Seit 2000 ist das Wohnungsbauvolumen um 50 Prozent eingebrochen, obwohl sich in den Bal-lungszentren zunehmend Bedarf an bezahlbarem Wohnraum aufstaut. Auch 2009 erwartet der BBS keine Besserung, da der Wohnungsbau wei-terhin äußerst schwach tendiert. Angesichts der schwierigen gesamtwirt-schaftlichen Perspektiven sind auch vom bislang dynamischen Wirtschaftsbau keine positiven Impulse zu erwarten.

Der Umsatzzuwachs der Baustoffbranche lag im Verlauf des Jahres 2008 bei 1 bis 2 Prozent, wobei vor allem die Entwicklung der Preise für Strom, Gas und Kraftstoffe eine preistreibende Wirkung hatten. „Während die Erzeugerpreise für Baustoffe um 3 bis 3,5 Prozent stiegen“, erläuterte Dr.-Ing. Gernot Schaefer, „zogen die Energiepreise um durchschnittlich 16 Prozent an.“ Die höheren Energiekosten konnten nur zu einem geringen Teil weitergereicht werden.

Das Geschäftsklima für die Branche ist laut ifo-Institut deutlich rückläufig und fällt auf den Stand vom Sommer 2005 zurück. Auch die Kapazitätsauslastung weist einen Rückgang auf: Nach dem relativ hohen Stand von 2006 mit 86 Prozent liegt der Wert in 2008 nur noch bei 75 Prozent. „Für 2009 erwarten wir, dass die Kapazitätsauslastung weiter abnimmt“, so Dr.-Ing. Gernot Schaefer.

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