Umwelteffizienz bei zementgebundener Betonbauweise

Das traditionelle CEMEX Zement Beton-Forum führte rund 120 Fachleute in das Zementwerk Rüdersdorf. Umwelteffizienz lautete das Leitthema der Tagung 2007. Zehn Referenten informierten die Teilnehmer in neun Vorträgen über die Teilaspekte Nachhaltigkeit und Umweltschutz bei der Portlandklinker- und Zementproduktion sowie die Leistungsfähigkeit der Zemente bei Sicherung der Dauerhaftigkeit von Betonbauwerken. Umwelteffizienz und ihre Bedeutung

Natürliche Ressourcen sind knapp. Deshalb gibt es seit Anfang der 1990er Jahre verstärkte Bemühungen, diese effektiver einzusetzen sowie ökonomische und ökologische Ziele enger miteinander zu verknüpfen. Der vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) entwickelte Umwelt-Effizienz-Indikator bescheinigt Deutschland in einer Veröffentlichung Ende Januar 2007 „einen grünen Daumen“, d. h., obwohl das Bruttoinlandsprodukt seit 1991 um fast ein Fünftel gestiegen ist, haben die Emissionen, aber auch der Verbrauch von Wasser und Rohstoffen, deutlich abgenommen – ohne dass die Leistungsfähigkeit der deutschen Wirtschaft und damit der Wohlstand der Bürger beeinträchtigt werden.

Zementgebundene Betonbauweise – effektiv und nachhaltig

Die Herstellung von Baustoffen, deren Verarbeitung und die Nutzung der entstandenen Bauwerke stellen immer Eingriffe in die Umwelt dar. Den gewünschten und mit dem Bauwerk geplanten Eingriffen auf der einen Seite, stehen die mit der Herstellung und Verarbeitung der Baustoffe verbunden notwendigen Eingriffe auf der anderen Seite gegenüber.

Die Auswertung unterschiedlicher Ökobilanzen (engl. Life Cycle Assessment) von Bauwerken, die sämtliche Umwelteinwirkungen während der Produktion, der Nutzungsphase und des Rückbaus einbezieht, zeigt allerdings, dass die zementgebundene Betonbauweise eine effektive und damit nachhaltige Technologie ist.

Zu diesem positiven Ergebnis trägt auch CEMEX durch die stetige Entwicklung seiner Produkte bei. Portland-Komposit- (CEM II) und Hochofenzemente (CEM III) bilden dabei aufgrund ihrer Zusammensetzung und Leistungsfähigkeit seit Jahren einen Schwerpunkt. Sie enthalten neben Portlandzementklinker – einem energieintensiv herzustellenden Hauptbestandteil aller Zementarten – als weitere Hauptbestandteile in unterschiedlich hohen prozentualen Anteilen Hüttensand (S) sowie Kalkstein (LL). Auf diese Weise erfolgt eine Reduzierung der stoff- und energiebedingten CO2-Emission und damit eine Schonung der Umwelt.

Gleichzeitig nutzt CEMEX die Potenziale der beiden zusätzlichen Hauptbestandteile in qualitativ hochwertigen Zementen. Dabei ist den modernen Betonkonzepten und Verarbeitungs-technologien Rechnung zu tragen.

CEM II- und CEM III-haltige Betone für dauerhafte Bauwerke

Dauerhaftigkeit ist die Eigenschaft von Betonbauteilen, bei ausreichender Wartung und Instandhaltung über einen geplanten Nutzungszeitraum gegenüber den Einwirkungen (Lasten, Zwängen aus Verformungen, Umwelteinflüssen) genügend beständig zu sein. Belegt wird die Dauerhaftigkeit und Nachhaltigkeit von Bauwerken mit CEM II- und CEM III-Zementen durch historische Bauwerke, wie zum Beispiel den „Sprinkenhof“ in Hamburg und die Staumauer der Aggertalsperre im Oberbergischen Land. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die damals verwendeten Zemente auch unter den damaligen betontechnologischen Bedingungen bei der Erstellung der Bauwerke für eine ausreichende Leistungsreserve bezüglich der sich im Nutzungszeitraum verändernden Umwelt- und Nutzungsbedingungen sorgten.

www.cemex.de

Peter Scur, Leiter Umweltschutz und Nachhaltigkeit der CEMEX Deutschland, referierte über Nox- und Co2-Emissionen.
Peter Scur, Leiter Umweltschutz und Nachhaltigkeit der CEMEX Deutschland, referierte über Nox- und Co2-Emissionen.
Die Dichte der Betonrandzone spielt besonders beim Kühlturmbau, wie zum Beispiel im Kraftwerk Boxberg, eine wesentliche Rolle. Nach umfangreichen Voruntersuchungen konnte dem einzusetzenden Beton auf der Basis des CEM II/B-S 42,5 R-NA aus dem Werk Rüdersdorf ein erhöhter Widerstand gegen Säureangriff bescheinigt werden.
Die Dichte der Betonrandzone spielt besonders beim Kühlturmbau, wie zum Beispiel im Kraftwerk Boxberg, eine wesentliche Rolle. Nach umfangreichen Voruntersuchungen konnte dem einzusetzenden Beton auf der Basis des CEM II/B-S 42,5 R-NA aus dem Werk Rüdersdorf ein erhöhter Widerstand gegen Säureangriff bescheinigt werden.
Zeitliche Entwicklung des Zementversandes nach Zementarten, BDZ-Daten Inlandsversand 1966 - 2006.
Zeitliche Entwicklung des Zementversandes nach Zementarten, BDZ-Daten Inlandsversand 1966 - 2006.