Radfahren im Winter

Im Sommer nutzen viele Menschen das Fahrrad als praktisches und umweltfreundliches Verkehrsmittel: zum Einkaufen, für die Fahrt zur Arbeit oder für den Ausflug am Wochenende. Wenn der erste Frost kommt, wird dann das Rad zum Überwintern weggestellt. Das muss nicht sein: Richtig ausgestattet und mit Verstand bewegt, kann nach Meinung des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) das Rad auch im Winterhalbjahr genutzt werden. Der DVR gibt dazu folgende Tipps: Kleiden sollte man sich nach dem „Zwiebelprinzip“: mehrere dünne Schichten statt einer dicken. Die Hände schützen am besten Fäustlinge, die Ohren hält ein Stirnband oder eine unter dem Helm getragene Mütze warm.

Wichtig ist nach Meinung der Verkehrsexperten die Beleuchtungsanlage des Fahrrades: Herkömmliche Seitenläufer-Dynamos schaffen es oft nicht, bei Matsch und Schnee zuverlässig Energie zu produzieren. Besser sind die bei neuen Fahrrädern oft anzutreffenden Nabendynamos. Wer sein Rad nachrüsten möchte, kann auch zu einem Speichendynamo greifen.

Eine Zwei-Draht-Verkabelung verbessert ebenfalls die Zuverlässigkeit der Lichtanlage. Front- und Rücklicht sollten mit einer Standlichtautomatik ausgerüstet sein, damit auch der stehende Radfahrer noch beleuchtet ist. Vorgeschrieben und im Winter besonders wichtig sind gelbe Pedalrückstrahler und Speichenreflektoren oder Reflexstreifen an den Reifen.

Bei Winterbetrieb ist eine häufige Reinigung des Rades sinnvoll, um Schmutz und Salzreste zu entfernen. Dabei sollten auch gleich die Kette und die Brems- und Schaltzüge geschmiert werden.

Auf nassen und glatten Straßen ist eine umsichtige Fahrweise lebenswichtig. Wenn man den Sattel etwas niedriger stellt, kann man bei rutschigen Straßen die Beine zum Stabilisieren des Rades nutzen. Lenken und Bremsen sollte man bei Glätte nur wohldosiert, was eine entsprechend angepasste Geschwindigkeit voraussetzt.

Auch im Winter ist eine sichere Fortbewegung mit dem Fahrrad möglich
Auch im Winter ist eine sichere Fortbewegung mit dem Fahrrad möglich