Hosch entwickelt Lenkrolle für beladenen Obertrum

Zuverlässiger Einsatz auch bei Bandanlagen im Reversierbetrieb, bei Gurtgeschwindigkeiten bis zu sechs Metern und für Gurtbreiten bis zu 2.000 Millimetern

Gurtschiefläufe vermeiden – Kosten senken: Mit den Lenkrollen vom Typ RRC2-v und RRC3-V stellt die Hosch-Fördertechnik GmbH erstmals Systeme vor, die im gemuldeten und beladenen Obertrum einer Bandanlage zum Einsatz kommen. „Schiefläufe werden oftmals durch ungleichgewichtige Materialaufgabe verursacht“, sagt Werner Schulz, Technischer Leiter bei Hosch. „Diese lassen sich nur im oberen Teil des Fördergurtes ausgleichen.“ Die Hosch-Entwickler erarbeiteten eine Lösung, die in diesem Bereich neue Maßstäbe setzt.

Mit den innovativen Oberbandlenkrollen konstruierten sie ein System, das auch bei Reversierbetrieb und Gurtgeschwindigkeiten bis sechs Meter pro Sekunde zuverlässig funktioniert. Die Rollen vom Typ RRC2-V und RRC3-v eignen sich dabei für Gurtbreiten von 800 bis 2.000 mm. Der Clou: Die mit einem dreiteiligen Rollensatz bestückte Schwenktraverse passt sich jedem Muldungsprofil des Gurtes problemlos an. Die konisch geformten Außenrollen sorgen außerdem dafür, dass die Traverse dem schief laufenden Gurt automatisch entgegenwirkt.

Die Zahl von Bandausfällen und Stillständen wird so erheblich reduziert – und dadurch auch die Wartungskosten und Produktionsverluste für Anlagenbetreiber. Werner Schulz: „Seit Frühjahr 2007 befinden sich die neuen Lenkrollensysteme im ausführlichen Praxistest. Diesen haben sie hervorragend gemeistert.“ Seit Januar 2008 sind die neuen Oberbandlenkrollen weltweit auf dem Markt.

Hosch wächst weltweit

Nicht zuletzt durch die Entwicklung von Top-Technologien im Bereich der Lenkrollen und Fördergurtabstrejfer stehen die Zeichen bei Hosch weiter auf Wachstum: Rund zehn Prozent Umsatzsteigerung verzeichnete das Unternehmen in 2007 allein in Deutschland und erweiterte seinen Firmenkomplex durch die Anmietung einer neuen Fabrikhalle, Auch weltweit hat sich das Unternehmen weiter etabliert. Um Bilanz zu ziehen, trafen sich Ende November 2007 alle elf Geschäftsführer der internationalen Hosch-Niederlassungen in der Zentrale in Recklinghausen. Besonders erfolgreich war im abgelaufenen Jahr die Niederlassung Hosch do Brasil, der es gelang, den Umsatz glatt zu verdoppeln. Für diese Leistung zeichnete Geschäftsführer Eckhard Hell den Leiter der südamerikanischen Dependance, Peter Pebold, mit dem Hosch-Ehrenpreis aus.

www.hosch.de

Satish Kapoor, Leiter des Hosch-Unternehmens in Indien, nimmt bei der internationalen Management-Konferenz die Förderband-Versuchsanlage unter die Lupe
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