Gabriel für 100-prozentige CO2-Auktionierung bei der Stromerzeugung

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel will bis spätestens 2013 in der Europäischen Union eine 100-prozentige Versteigerung von C02-Rechten für den Bereich der Stromerzeugung.

„Wir wissen, dass die C02-Preise momentan immer noch zu niedrig sind“, so der Umweltminister. Momentan lägen die Kosten pro Tonne CO2 bei rund 23 Euro und dies bei einer 10-prozentigen Auktionierung und einem CO2-Minderungsziel von 21 Prozent für Deutschland.

Bei der angestrebten CO2-Einsparung von 40 Prozent und einer 100-prozentigen Auktionierung irn Strombereich werde der Preis pro Tonne CO2 „eher höher“ liegen „und sich dann Investitionen in den Klimaschutz allemal rechnen“, sagte Gabriel. Die Auktionierung sei die einzige Möglichkeit, um die notwendigen Mittel zur Finanzierung der international vereinbarten Klimaschutzmaßnahmen zu erhalten.

Um den Klimawandel mit den Mitteln der Marktwirtschaft zu bekämpfen, wurde eine neue Initiative für einen globalen C02-Markt gestartet. Vertreter der EU-Kommission, einiger EU-Staaten – darunter Deutschland – von US-Bundesstaaten und kanadischen Provinzen sowie aus Neuseeland und Norwegen unterzeichneten ein Abkommen für eine International Carbon Action Plan Partnership (ICAP). Die ausgegebenen Emissionsrechte sollen frei gehandelt werden. Die Preise sollen sich nach Angebot und Nachfrage richten. Die einzelnen Handelssysteme sollen kompatibler werden und sich schließlich zusammenführen lassen, so dass ein weltweiter Markt für Kohlendioxid entsteht.

Für die Bundesregierung unterzeichnete Umweltminister Gabriel das Abkommen.

Dieses Bündnis könnte einmal das Herz eines weltweiten Emissionshandelswerden, sagte der Minister. Er verwies auf das rapide steigende Volumen des Kohlenstoffhandels.

2006 habe es bereits mehr als 20 Milliarden Euro umfasst, bis 2025 schätzten Experten das Volumen auf 50 bis 800 Milliarden Euro.