Herzlichen Glückwunsch zum 100. Geburtstag!

Am 26. November 2007 hatten wir das große Vergnügen, unserem Versicherten Adolf Röder zu seinem 100. Geburtstag zu gratulieren.

Herr Röder lebt seit Anfang 2003 in einem Seniorenheim in der schleswig-holsteinischen Gemeinde Westerrönfeld bei Rendsburg. Abgesehen von dem einen oder anderen in diesem Alter zu erwartenden Zipperlein erfreut er sich bester Gesundheit, und dies trotz der Spuren im Gesicht, die von einem kürzlich erlittenen schweren Sturz herrühren.

Den seltenen Ehrentag konnte er deshalb im Kreise seiner Familie, den Mitbewohnern und Mitarbeitern der Einrichtung sowie etlichen Gästen aus der Gemeinde gut gelaunt begehen. Für die musikalische Begleitung des Geburtstagsfestes sorgten der Schüler-Chor der zweiten Klasse der örtlichen Grundschule und der Männergesangsverein, dessen Ehrenmitglied Herr Röder ist.

Zu den Gratulanten der Berufsgenossenschaft gehörten Rainer Morich, Geschäftsführer der Sektion IV, und der leitende Berufshelfer Wolfgang Böhnert aus Langenhagen. Sie übergaben ein Präsent und eine „süße“ Überraschung.

Mit einem Besuch seiner BG hatte Adolf Röder nicht gerechnet, obwohl er schon lange Zeit mit der Steinbruchs-Berufsgenossenschaft zu tun hat. Wie kam es dazu?

Am 27. September 1968 erlitt er als Maschinist in einem Asphalt-Mischwerk einen schweren Arbeitsunfall. Wegen der Umstellung einer Bandstraße musste ein 20 m langes Förderband transportiert werden. Hierzu wurde es mit Stahlseilen an einem Schaufellader befestigt. Beim Anheben der Schaufel riss eines der Seile plötzlich, dadurch rutschte das Förderband ab und verletzte Herrn Röder, der gemeinsam mit anderen Mitarbeitern das Förderband führte, erheblich am linken Oberschenkel. Die stationäre Behandlung wurde sofort in der nächstgelegenen Klinik eingeleitet. Um die Rehabilitation zu optimieren, erfolgte bereits nach wenigen Tagen die Verlegung in das Berufsgenossenschaftliche Unfallkrankenhaus Hamburg. Trotz aller Bemühungen gelang es nicht, die Verletzungsfolgen völlig zu beseitigen. Eine Arbeitsaufnahme war nicht mehr denkbar, so dass ein Rentenantrag bei der damaligen LVA Schleswig-Holstein gestellt wurde. Die Steinbruchs-BG stellte eine Verletztenrente fest. Der Unfall liegt nun schon lange zurück. Die Renten werden überwiesen, das Leben nimmt seinen Lauf und Schriftverkehr gibt es nur noch selten, zum Beispiel wenn eine neue Invalidenkurbel für das Fahrrad ansteht. Dies war zuerst im Jahr 1970 der Fall, danach alle 10 Jahre, nämlich 1978, 1988 und 1998. Immerhin ist Herr Röder da bereits 90 Jahre alt gewesen. Dürfen wir in 2008 mit dem nächsten Antrag rechnen? Warten wir es ab!

Wolfgang Böhnert, StBG

Die Steinbruchs-BG gratuliert Adolf Röder zum 100. Geburtstag
Die Steinbruchs-BG gratuliert Adolf Röder zum 100. Geburtstag