Positive Entwicklung setzt sich fort:

2006: Weniger Unfälle und Berufskrankheiten in der Baustoff-Industrie

Die erste Auswertung der Versicherungsfälle für das Jahr 2006 zeigt ein erfreuliches Bild: Unfälle und Berufskrankheiten sind weiter rückläufig. Die Präventionsstrategie der StBG führt damit zu weiteren Erfolgen.

Arbeitsunfälle

Die Gesamtzahl der Arbeitsunfälle ist mit 12.622 Fällen fast unverändert gegenüber dem Vorjahr (12.637 Fälle). Dabei haben sich die meldepflichtigen Arbeitsunfälle (mehr als drei Tage Arbeitsausfall) gegenüber 2005 um 200 Fälle auf 6.173 erhöht, während die nicht-meldepflichtigen Arbeitsunfälle um 215 auf 6.449 in 2006 abgenommen haben.

Erfreulich ist die Entwicklung der besonders schweren Ereignisse. Die Arbeitsunfälle, die aufgrund ihrer Schwere zur Zahlung einer Rente führten, sind von 218 in 2005 auf 210 in 2006 zurückgegangen. 2006 wurden acht tödliche Arbeitsunfälle registriert; 2005 waren es noch zehn. 

Wegeunfälle

Die Zahl der Unfälle auf dem Arbeitsweg ist deutlich gesunken. Es wurden 491 meldepflichtige (-4,1%) und 249 nicht-meldepflichtige (-8,1%) Wegeunfälle  registriert.

Auch hier sind die schweren Unfälle überproportional zurückgegangen: 26 Wegeunfälle führten in 2006 erstmals zu einer Rente (39 in 2005 entsprechend –33,3%); die Zahl der tödlichen Wegeunfälle sank erfreulicherweise von 7 in 2005 auf 2 in 2006!

Berufskrankheiten

Stark rückläufig sind die Berufskrankheiten. Die gemeldeten Verdachtsfälle sind von 476 in 2005 auf 415 in 2006 gefallen (-12,8%). Die Fälle, die aufgrund ihrer Schwere zur Zahlung einer Rente führen, sind von 81 in 2005 auf 58 in 2006 gesunken – ein Rückgang von 28,4%.

Fazit und Ausblick

Not-Aus-Schalter

Die erste Auswertung für das Jahr 2006 stimmt optimistisch: insbesondere die Zahl der schweren Unfälle und Berufskrankheiten ist signifikant gesunken. Das bedeutet weniger menschliches Leid und positive finanzielle Auswirkungen der Beitragszahler!

Eine abschließende Bewertung der Entwicklung des relativen Risikos wird erst möglich sein, wenn im Frühjahr die Beschäftigtenzahlen des Jahres 2006 erhoben sind. Eine ausführliche und differenzierte Betrachtung werden wir in den folgenden Ausgaben veröffentlichen. Die ersten Zahlen – die sich nach abschließender Auswertung noch minimal verändern können – zeigen aber bereits eine sehr positive Tendenz. Insbesondere unter Berücksichtigung der konjunkturellen Entwicklung darf bereits heute angenommen werden, dass der Rückgang der Versicherungsfälle keineswegs von einem starken Sinken der Beschäftigtenzahlen beeinflusst wurde.

Die Zusammenarbeit der Sozialpartner und der StBG trägt unverändert Früchte. Die zahlreichen praxisbezogenen Präventionsangebote – wie unter anderem das Gütesiegel „Sicher mit System“, der im zehnten Jahr ausgeschriebene Förderpreis Arbeit – Sicherheit – Gesundheit, das Praxishandbuch der StBG sowie das attraktive Prämiensystem geben wirksame Impulse für die stetige Verbesserung der Prävention in den Betrieben, die spürbare Vorteile für die Menschen in der Baustoff-Industrie und die Unternehmen bringen! Am Rückgang der Berufskrankheiten wird zudem deutlich, dass sich der „lange Atem“ der Prävention bezahlt macht. Die Zahlen zu den Berufskrankheiten spiegeln in vielen Fällen langjährige und zeitlich weit zurückliegende Einwirkungen wider. Dennoch sollte der Vorbeugung von Berufskrankheiten ein unverändert hoher Stellenwert beigemessen werden – denn Silikoseerkrankungen und Lärmschwerhörigkeit bedeuten nicht nur eine erhebliche Minderung der Lebensqualität für die Betroffenen, sondern wirken sich durch in der Regel lebenslange Renten auch nachhaltig auf den Beitrag zur BG aus!

Peter Schrandt, StBG

 

Erfolgreiche Sicherheitsarbeit wird belohnt!

Für unfallfreies Arbeiten erhalten Sie eine hohe Prämie – je nach erreichtem Zeitraum: 30 oder sogar 40% des letzten Jahresbeitrags zur StBG!

Alles Wissenswerte finden Sie in der Broschüre „Wer mehr tut wird belohnt – Das Prämiensystem der StBG 2007“, die Ende des letzten Jahres an alle Unternehmen gesandt wurde und unter www.stbg.de/praemie/.

Grafik: neue Renten StBG 2006