Bergbau- und Steinbruchs-Berufsgenossenschaft stellen Weichen für die Zukunft

Reform der gesetzlichen Unfallversicherung für die Rohstoff-Industrie ist eingeleitet

Die Weichen für die Zukunft der Unfallversicherung in den Betrieben der Rohstoff-Industrie sind gestellt.

Die Vertreterversammlungen der Steinbruchs-Berufsgenossenschaft und der Bergbau-Berufsgenossenschaft haben Ende November bzw. Anfang Dezember 2006 den Grundsatz-Beschluss gefasst, eine Fusion mit der Berufsgenossenschaft der Chemischen Industrie , der Papiermacher-Berufsgenossenschaft, der Lederindustrie- Berufsgenossenschaft sowie der Zucker- Berufsgenossenschaft  anzustreben.

Insgesamt soll sich die Zahl der Berufsgenossenschaften von derzeit noch 26 auf 9 im Jahr 2012 verringern. Damit folgen die Berufsgenossenschaften den politischen Forderungen und leiten aufgrund eigenständiger Beschlüsse der Selbstverwaltung die umfassendste Strukturreform in ihrer 120jährigen Geschichte ein. Die neue schlanke Struktur bildet auch in Zukunft die Branchenstruktur der Wirtschaft ab. Damit ist die Gewähr gegeben, dass die überaus erfolgreiche Präventionsarbeit fortgesetzt werden kann.

Die Gespräche zur Erarbeitung des Fusionsvertrages der sechs Berufsgenossenschaften, die dann  gemeinsam rund 1,4 Millionen Versicherte in 34.000 Betrieben in Deutschland betreuen werden, haben bereits begonnen.

Die Rahmenbedingungen für einen erfolgreichen Start sind gut: Die Bergbau- und die Steinbruchs-Berufsgenossenschaften arbeiten bereits seit 2002 in einer Verwaltungsgemeinschaft eng zusammen und auch die Arbeit der Lederindustrie-Berufsgenossenschaft , der Papiermacher-Berufsgenossenschaft  sowie der Zucker-Berufsgenossenschaft ist durch eine langjährige Vernetzung geprägt.

So konnten in den vergangenen Jahren bereits gemeinsame Modelle für eine zukunftsorientierte Tätigkeit erarbeitet werden, die auch in einem größeren Verbund die nötige Branchennähe, vor allem im Bereich der Prävention, gewährleisten.

Im Bereich der Rohstoff-Industrie werden die Bergbau-Berufsgenossenschaft und die Steinbruchs-Berufsgenossenschaft weiterhin ihre Erfahrung einbringen.

Die Vertreter beider Berufsgenossenschaften schauen deshalb optimistisch in die gemeinsame Zukunft.