bauma 2007: Baustoff-Gewinnung und -Aufbereitung orientiert sich an heterogenen Märkten

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Die Aufbereitung unterschiedlichster Baustoffe für den Hoch-, Tief- und Straßenbau umfasst neben der Materialgewinnung vor allem die Klassierung, die Mischung mit anderen Stoffen und die stationäre bzw. mobile Bereitstellung. Für alle Abläufe innerhalb dieser Prozesskette gibt es weitgehend automatisierte Maschinen und Anlagen, deren Präsentation anlässlich der 28. bauma vom 23. - 29. April 2007 in München erneut einen breiten Raum einnehmen wird.

Der Markt für Aufbereitungsmaschinen ist weltweit stark im Wachsen begriffen; ist aber andererseits in seiner Konzentration und Ausrichtung von Land zu Land verschieden. Dazu die Aussage eines bekannten Herstellers von Asphalt-Mischanlagen: „Europa ist ein heterogener Markt. Dort, wo das Straßennetz über die Jahrzehnte gewachsen ist, stehen das Recyceln von Baustoffen und die Nutzung vorhandener Trassen im Vordergrund. Dort, wo die Infrastruktur noch große Lücken aufweist, sind normgerechte Baustoffe gefragt, die in vielen Fällen mit mobilen Anlagen direkt am Ort des Geschehens erzeugt werden.“

Energiekosten und Emissionen sind wichtige Beurteilungskriterien

Unabhängig von diesen differenzierten Marktgegebenheiten gibt es zwei Themen, die länderübergreifend bei allen Neukonstruktionen eine wichtige Rolle einnehmen: Steigende Energiekosten und zu reduzierende Emissionen.

Beim Thema Emissionen haben die Hersteller vorrangig ihre Antriebs-Systemlieferanten im Visier. Obwohl die Vorgaben der EU und der US-amerikanischen EPA (Environmental Protection Agency) kontinuierlich steigen, wird die Anpassung oft noch als „Business as usual“ betrachtet. Bauraum ist bei den großdimensionierten Sieb- und Brechanlagen meist ausreichend vorhanden, weshalb selbst Zusatzaggregate noch einigermaßen problemlos zu integrieren sind.

Aber auch die Lärmemissionen durch den Betriebsablauf spielen mehr und mehr eine entscheidende Rolle. Oft sind Recyclingaufgaben im Wohnumfeld durchzuführen, wo der auftretende hohe Lärmpegel auf wenig Akzeptanz trifft. Hier sind die Hersteller gefragt, neue Wege bei der Bekämpfung von Lärmemissionen zu suchen. Die 28. Internationale Fachmesse für Baumaschinen, Baustoffmaschinen, Bergbaumaschinen, Baufahrzeuge und Baugeräte in München lässt gerade auf diesem Gebiet einige technische Neuerungen erwarten.

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