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[Die Industrie der Steine + Erden]






Feuchtemessung mit dem Universalprobenehmer

Feuchtemesssysteme, die direkt in Prozessabläufe eingebunden sind und dort „online“ Einfluss auf die Produkteigenschaften nehmen oder Kontrollfunktionen ausüben, sind aus der modernen Verfahrenstechnik nicht mehr wegzudenken. Darüber hinaus sind auch Systeme gefordert, die den Feuchtegehalt entnommener Produktproben schnell und genau angeben. Anwendungsgebiete finden sich in Labors zur Qualitätsüberwachung, in der Warenannahme zur Kontrolle angelieferter Rohstoffe oder auch prozessbegleitend.

Die Siemens & Co, Hersteller von pharmazeutischen Produkten, stellte der Franz Ludwig GmbH, die Aufgabe, ein Labor-Feuchtemessgerät zu entwickeln, das prozessbegleitend bei der Gewinnung von Mineralsalz aufgrund eines spezifischen Trocknungsverfahrens zu einer erhöhten Kontinuität der Messergebnisse führen soll. Darüber hinaus galt es, die folgenden Forderungen zu erfüllen:

  • Hohe Reproduzierbarkeit der Messergebnisse
  • Robuste und bedienerfreundliche Ausführung
  • Aufnahme einer ausreichend großen Probemenge
  • Kurze Messzyklen zur Feuchtebestimmung

Mit der Neuentwicklung des Probenehmers FL-Mikro-Lab entspricht die Firma Ludwig GmbH den Anforderungen und Kundenwünschen.

Der Probenehmer besteht aus einem dreiteiligen, zylindrischen Behälter aus V2A-Stahl. Im unteren Teil befindet sich die Mikrowellensonde, die an die Auswerteeinheit angeschlossen wird. Der mittlere Teil nimmt das Messgut auf. Im oberen Teil befindet sich eine Federanordnung, mit der über ein Handrad und eine entsprechende Skalierung stets die gleichen Druckverhältnisse im Probenehmer einzustellen sind.

Der FL-Mikro-Lab ermöglicht bisher nicht realisierte, kurze Messzeiten. Der gesamte Zyklus beläuft sich auf lediglich noch ca. 1 Minute. Schnelle Reaktionen auf Veränderungen im Produktionsablauf sind damit gewährleistet.

Bei der Mikrowellenfeuchtemessung handelt es sich um ein zerstörungsfreies Messverfahren, bei dem weder hohe Temperaturen auftreten, noch große mechanische Kräfte auf das Messgut einwirken. D.h. die Materialeigenschaften der Probe werden nicht verändert und können somit dem Prozessablauf wieder zugeführt werden.

Die kontinuierlich gleichen Druckverhältnisse sichern eine größtmögliche Messgenauigkeit. Auch in schwierigen Materialien, mit z.B. geringer Dichte, lässt sich nun der Feuchtegehalt zuverlässig messen. Dies ermöglicht den universellen Einsatz in unterschiedlichsten Industriebereichen. Dies gilt besonders für die pharmazeutische- und chemische Industrie sowie den Bereichen Stein und Erde, Glas, Keramik, Gießereien, Papier, Holz und Bergbau.

Das Volumen des Probenehmers von 680 cm3 ermöglicht die Aufnahme einer ausreichend großen Probemenge, was eine exakte Messung des Feuchtewertes sichert. Durch den dreiteiligen Aufbau des Probenehmers sind eine einfache Handhabung sowie eine schnelle Reinigung sichergestellt.

Der FL-Mikro-Lab ist derart robust konstruiert, dass selbst der Einsatz eines handelsüblichen Hochdruckreinigers erlaubt ist. Die Mikrowellenmesssonde wird an einem Auswertegerät angeschlossen, das die Umrechnung der Messsignale in reale Feuchtewerte übernimmt.

In der Auswerteeinheit FL-AE kann durch die Auswahl von drei Standardkalibrierkurven der FL-Mikro-Lab an die zu messenden Materialien angepasst werden. Darüberhinaus kann er über ein einfaches Kalibrierverfahren optimal auf die Materialeigenschaften eingestellt werden.

Digi-Modul für zweiten Anschluss

Als weitere Option zur Auswertung steht das FL-Digi-Modul zur Verfügung: Es wird über einen externen Laptop parametriert und ausgelesen. Über eine Ethernet-Schnittstelle besteht eine Anschlussmöglichkeit an betriebsinterne Netzwerke. Zusätzlich lässt sich an das FL-Digi-Modul ein zweites FL-Mikro-Lab anschließen. Mit dieser neuen, auf die Praxis abgestimmten Einrichtung, ergibt sich für zahlreiche Industriebranchen eine weitere, optimierte Variante der Feuchtemessung.

www.fludwig.com



Der Probenehmer FL-Mikro-Lab
Der Probenehmer FL-Mikro-Lab


FL-Digi-Modul
FL-Digi-Modul





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