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Sanierung des Isarkanals: Mit Wasserkraft Strom erzeugen

Wasser hat Kraft. Doch bevor diese Kraft über Turbinen zur Stromerzeugung genutzt werden kann, muss es erst gebändigt, in Kanäle und Röhren geleitet werden. Fünf Kraftwerke am Mittleren Isarkanal erzeugen so knapp 420 Millionen Kilowattstunden Strom. Damit können ein Jahr lang 120.000 Haushalte versorgt werden.

Einige der Kraftwerke waren im vergangenen Jahr nicht am Netz. Im Auftrag von E.ON Wasserkraft sanierten die Firmen Max Bögl und Bilfinger Berger den Isarkanal zwischen den Orten Unterföhring und Finsing.

Mehr als 80 Jahre hatte der Kanal gehalten, doch entlang der Wasserkante haben Wasser und Witterung ihre Spuren hinterlassen. Der Beton bröckelte, Böschung und Sohle mussten neu betoniert werden. Eine Spezialmaschine trug hierfür den Beton 15 Zentimeter dick auf

Böschung und Kanalsohle auf. Unter Brücken und auf anderen für die Maschine nicht zugänglichen Stellen kam Spritzbeton zum Einsatz. Die für den Beton der Baustelle notwendigen rund 20.000 Tonnen Zement lieferte das Werk Burglengenfeld der HeidelbergCement AG.

„Vor Baubeginn mussten wir das Grundwasser absenken und mit Hilfe von Tiefbrunnen in den Speichersee umleiten“, erklärt Projektleiter Helmut Rehm von E.ON Wasserkraft. „Und wegen des angrenzenden Vogelschutzgebiets ist Arbeiten nur zwischen sechs Uhr morgens und zehn Uhr abends erlaubt, für ein Bauvorhaben dieser Größenordung und Terminknappheit ein echtes Handikap.“

Trotz der teils schwierigen Bedingungen und hohen Umweltauflagen lief das Projekt nach Plan. Bis Ende Oktober konnte die Betonierung fertiggestellt werden. Seit Mitte November 2005 sind alle Wasserkraftwerke am Mittleren Isarkanal wieder am Netz.



Eine Spezialmaschine trug den neuen Beton 15 cm dick auf Böschung und Kanalsohle auf
Eine Spezialmaschine trug den neuen Beton
15 cm dick auf Böschung und Kanalsohle auf





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