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50. BetonTage - von der Forschung zur Praxis

Die BetonTage, der führende Fachkongress der Branche, informieren mit ihrer Jubiläumsausgabe vom 14. - 16. Februar 2006 umfassend über die Segmente der vorgefertigten Betonbauteile. Das Angebot im Kongresszentrum Edwin-Scharff-Haus in Neu-Ulm reicht von Vorträgen zu Betonprodukten des Straßen-, Landschafts- und Gartenbaus, des Rohrleitungsbaus über den konstruktiven Betonfertigteilbau bis hin zu Leichtbeton und Kleinkläranlagen. Die Beiträge spiegeln die Anwendungsvielfalt des Baustoffs Beton wider und initiieren den Transfer von der Forschung zur Praxis.

Zum 50. Geburtstag der Veranstaltung darf natürlich ein Rück- und Ausblick für den Baustoff nicht fehlen. In seinem Beitrag „Beton ist Wissenschaft, ist Leben, ist Kunst“ zeichnet Prof. Hillemeier von der TU Berlin die Entwicklungsschritte, die Beton im letzten halben Jahrhundert genommen hat.

Betontechnologie - Umsetzung in die Praxis

Anwendungsorientierte Forschung ist das Fundament für die Zukunft des modernen und funktionalen Bauens mit Beton und sichert so neue Einsatzmöglichkeiten für den Baustoff. Durch eine ähnliche Verformbarkeit wie Stahl können beispielsweise Hochduktile Betone mit Kurzfaserbewehrung insbesondere bei stoßartiger Belastung eingesetzt werden. Neue Einsatzfelder, vor allem im Tunnelbau, bietet eine neue Betonrezeptur, die brandbeständiger und sicherer ist als die üblichen Betonzusammensetzungen.

Das Podium Konstruktiver Fertigteilbau möchte mit dem Schwerpunktthema Brückenbau anhand von internationalen Beispielen auf vorhandene Marktpotenziale für die Vorfertigung in Deutschland aufmerksam machen. Ebenfalls neue Einsatzfelder für den Baustoff bieten neuartige unterstützungsfreie Halbfertigteile für Massivdecken – „Stegverbundplatten“ – durch größere Spannweiten.

Betonfertigteile in Sichtbetonqualität haben in den letzten Jahren Marktanteile hinzugewonnen. In der Baupraxis gibt es jedoch immer wieder Meinungsverschiedenheiten hinsichtlich der vereinbarten Sichtbetonqualität. Ein Beitrag gibt Empfehlungen für die Hersteller und zeigt, wie man durch zusätzliche Festlegungen und Vereinbarungen bereits in der Angebotsphase größtmögliche Transparenz für alle Beteiligten schafft.

Im Podium Betonbauteile mit Gitterträgern bilden die ersten Erfahrungen mit neuen Zulassungen nach der D1N 1045-1 einen Schwerpunkt. Aspekte wie die Bemessung bei dynamischer Belastung und neue Bemessungshilfsmittel bei Balkendecken mit Gitterträgern werden erörtert.

Innovationen für den Tiefbau

Im Podium Straßen-, Landschafts- und Gartenbau stehen zunächst die praktischen Erfahrungen bei der Umsetzung der DIN EN 1338 im Vordergrund. Mehrere Beiträge widmen sich zudem dem Umweltschutz. Hierbei werden insbesondere die Zulassungsgrundsätze und die Erfahrungen bei der Prüfung von abwasserbehandelnden Flächenbelägen thematisiert. Darüber hinaus werden die ersten Ergebnisse eines laufenden Forschungsprojekts präsentiert, das den Einfluss von Recycling-Baustoffen als Unterbau bei konventionellen Pflasterdecken auf deren Wasserdurchlässigkeit untersucht.

Das Podium Rohrleitungsbau – Schächte zeigt die neuesten Entwicklungen im Bereich Kanalbau. Neben einer bereits in der Praxis erprobten Methode der Dichtheitsprüfung von Rohren werden die Ergebnisse eines Forschungsprojekts vorgestellt, bei dem die Bettungsmaterialien für die Neuverlegung von Abwasserkanälen und -leitungen unter die Lupe genommen und ihre Auswirkung auf Tragverhalten und Nutzungsdauer der Rohre untersucht wurden.

Tag der Marktpartner

Der dritte Kongresstag ist als Tag der Marktpartner konzipiert. Prof. Jörg Schlaich, Stuttgart, eröffnet den Tag mit einem Vortrag zum Brückenbau. Architekt Peter Kulka, Köln, referiert im Anschluss über das Thema „Mit der Geschichte bauen“.

Gemeinsam mit dem neuen Mitträger, dem Deutschen Beton- und Bautechnik-Verein E.V. (DBV) wird das Podium „Beton-Praxis aktuell“ durchgeführt. Es richtet sich an alle, die sich mit der Planung und Umsetzung von Betonbauwerken befassen und beinhaltet u.a. Beiträge zu Problemstellungen der Praxis wie bspw. Rost auf Schalungen, Risse in Betonbauteilen sowie die Nachbehandlung von Beton.

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