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Asphaltindustrie fordert Verstetigung der Baunachfrage

Nach fünf Jahren mit zurückgehenden Produktionsmengen erwartet die deutsche Asphaltindustrie für 2005 eine Steigerung der Mischgutnachfrage zwischen 5 und 10 Prozent. Diese an sich erfreuliche Entwicklung bereitet der Asphaltindustrie jedoch zunehmend Sorgen. Die Nachfrage konzentriert sich verstärkt auf die zweite Jahreshälfte. Da in den Jahren zurückgehender Produktion die Zulieferindustrie ihre Kapazitäten den zurückgehenden Mengen angepasst hat, kommt es in den Monaten mit Spitzennachfrage zu Schwierigkeiten. Dies erklärte der Präsident des Deutschen Asphaltverbandes (DAV) Georg Rasch in Berlin.

„Volkswirtschaftlich und arbeitsmarktpolitisch ist es unsinnig, in der ersten Jahreshälfte Mitarbeiter in Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit schicken zu müssen, während die Belegschaft in der zweiten Jahreshälfte Überstunden leisten muss“, so der DAV-Präsident. Darüber hinaus komme es zu Lieferschwierigkeiten bei Bitumen, Edelsplitten und Kapazitätsproblemen bei Frachtraum und Baustellenabsicherung. Erforderlich ist nach Raschs Worten eine kontinuierlichere Ausschreibungs- und Bautätigkeit, um für eine ausgeglichenere Kapazitätsauslastung zu sorgen. Er appellierte an die Politik, die Haushalte so rechtzeitig zu verabschieden, dass die Straßenbauverwaltungen besser planen können. Es dürfe nicht passieren, dass bei einer Verabschiedung des Bundeshaushaltes 2006 erst im Mai oder Juni Ausschreibungen für noch in 2006 fertigzustellende Straßenbauvorhaben erst im Sommer oder Herbst veröffentlicht werden. Vielmehr sei eine gleichmäßigere Verteilung der Bautätigkeit über den Jahresverlauf erforderlich.





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