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[Die Industrie der Steine + Erden]






Ernst Susanek ist 60

Ernst Susanek, Vorsitzender der Geschäftsführung der Zeppelin GmbH, Friedrichshafen, ist 60 Jahre alt geworden. Der gelernte Industriekaufmann, der sein betriebswirtschaftliches Studium über den zweiten Bildungsweg absolvierte, war 15 Jahre bei IBM tätig, zuletzt als Chefberater. Aus dieser Funktion heraus entstand der erste Kontakt zu Zeppelin, wohin er 1981 wechselte, bereits 1986 zum Geschäftsführer und 1991 zum Vorsitzenden der Geschäftsführung ernannt wurde. Seither prägte er maßgeblich die Entwicklung des Unternehmens, dessen Ursprünge auf den Luftschiffpionier Ferdinand Graf von Zeppelin zurückgehen. Heute ist der Konzern mit seinem Handelsbereich Deutschlands und Europas größte Vertriebs- und Serviceorganisation der Branche sowie einer der größten Caterpillar-Händler weltweit. Der Industriebereich von Zeppelin zählt wiederum zu den weltweit führenden Herstellern schlüsselfertiger Anlagen für das Lagern, Fördern und Mischen von Kunststoffgranulaten und Pulvern.
Unter Ernst Susaneks Führung ist der Umsatz des nach dem Zweiten Weltkrieg völlig neu ausgerichteten Unternehmens um mehr als das Vierfache von 375 Millionen Euro (1987) auf 1,5 Milliarden Euro (2004) gestiegen. Dieses Wachstum musste der Konzern selbst finanzieren. Dabei konnte die Umsatzrendite trotz hoher Investitionen deutlich verbessert werden, die Eigenkapitalrendite lag zuletzt bei 15 Prozent. Von einer neutralen Rating-Agentur wurde Zeppelin erst vor wenigen Tagen erneut mit der Note A bewertet, was für ein hauptsächlich in der Baubranche tätiges Unternehmen eine erstklassige Beurteilung bedeutet.
Der Zeppelin-Konzern beschäftigt heute mehr als 4.000 Mitarbeiter und damit mehr als doppelt soviel wie 1987. Erklärtes Ziel von Susanek ist stets gewesen, trotz der schwierigen Marktbedingungen in der deutschen Bauwirtschaft, dem Hauptmarkt des Konzerns, die hiesigen Arbeitsplätze zu sichern. Hierzu erneuerte der in München lebende Konzernchef die Vertriebsstruktur und das Servicenetz der größten Tochtergesellschaft des Konzerns, der Zeppelin Baumaschinen GmbH, die heute rund 2.000 Mitarbeiter beschäftigt. Er setzte zudem schon früh wieder auf die 40-Stunden-Woche und auf eine neue Gehaltsstruktur mit Erfolgsbeteiligung für alle Mitarbeiter.
Susanek bemühte sich außerdem um die Etablierung einer Unternehmenskultur, deren Haupt-Maximen Ehrlichkeit, Offenheit, hohe Eigenverantwortlichkeit der Mitarbeiter und die Beteiligung der Belegschaft an den Entscheidungsprozessen im Unternehmen sind. Auch die Aus- und Weiterbildung hat für ihn eine hohe Priorität, was nicht zuletzt daran erkennbar ist, dass rund 10 Prozent der Mitarbeiter von Zeppelin Auszubildende sind.


Ernst Susanek
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