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[Die Industrie der Steine + Erden]






Pflege - Eine Leistung Ihrer Berufsgenossenschaft

Tabellen

Pflegebedürftige in der BRD
Art der Versorgung (Ergebnis des Mikrozensus Mai 2003, Statistisches Bundesamt)
  Pflegebedürftige Pflegestufe Anteil
Art der Versorgung Insgesamt I II III  
  in 1000 in 1000 in 1000 in 1000 %
Pflegebedürftige zu Hause versorgt 1435 764 500 172 70,7
Pflegebedürftige in Heimen versorgt 594 193 246 156 29,3
Insgesamt 2030 957 745 328 100




Leistungen der sozialen Pflegeversicherung
(alle Beträge in Euro)
Pflegestufe des Pflegebedürftigen

I

II

III

 

erheblich

schwer

schwerst

Häusliche Pflege:      
max. mtl. Pflegesachleistung (Pflegedienst)*

384

921

1432

monatliches Pflegegeld

205

410

665

Pflegevertretung:
(bis zu 4 Wochen im Kalenderjahr)
     
durch nahe Angehörige**

205

410

665

sonstige Personen

1432

1432

1432

Kurzzeitpflege:
max. jährl.Aufwendungen

1432

1432

1432

Teilstationäre Tages- und Nachtpflege
maximal jährlich

384

921

1432

Vollstationäre Pflege:
maximal monatlich

1023

1279

1432

*In besonderen Härtefällen werden bei den maximal monatlichen Pflegesachleistungen in der häuslichen Pflege 1918 Euro und bei den maximal monatlichen Aufwendungen in der vollstationären Pflege 1688 Euro gezahlt.
**Auf Nachweis werden den ehrenamtlichen Pflegepersonen notwendige Aufwendungen (Verdienstausfall, Fahrgelder etc.) erstattet.




Kategorie der Gesundheitsschäden
   

Prozent des
Höchstbetrages
des mtl.
Pflegegeldes

Kategorie I Schwerste Beeinträchtigungen in den Bereichen Körperpflege, Ernährung, Kommunikation, Mobilität, hauswirtschaftliche Versorgung .
Hierzu gehören z.B. Versicherte mit schwersten Funktionseinschränkungen aufgrund von Gliedmaßenverlusten und/oder Lähmungen an Gliedmaßen und/oder Ausfall von Sinnesorganen wie etwa bei Tetraplegikern, Hirnverletzten mit Anfällen oder organischen Hirnleistungsstörungen und Lähmungen aller Gliedmaßen.
Gleichzusetzen sind Berufserkrankte mit schwersten cardio-pulmonalen Ausfällen oder mit Tumorerkrankungen in weit fortgeschrittenem Stadium.
In den o.a. Bereichen ist der Versicherte in allen Phasen der wiederkehrenden Verrichtungen des täglichen Lebens umfassend auf fremde Hilfe angewiesen .

100 - 80

Kategorie II Erhebliche Beeinträchtigungen in den Bereichen Körperpflege, Ernährung, Kommunikation, Mobilität, hauswirtschaftliche Versorgung.
Zur Kategorie II gehören Versicherte mit erheblichen Funktionseinschränkungen aufgrund von Gliedmaßenverlusten und/oder
Lähmungen an Gliedmaßen und/oder Ausfall von Sinnesorganen. Gleichzusetzen sind Berufserkrankte mit erheblichen cardiopulmonalen Ausfällen oder mit Tumorerkrankungen in fortgeschrittenem Stadium.
In den o.a. Bereichen ist der Versicherte in allen Phasen der wiederkehrenden Verrichtungen des täglichen Lebens überwiegend auf fremde Hilfe angewiesen.

80 - 60

Kategorie III Mittlere Beeinträchtigungen in den Bereichen Körperpflege, Ernährung, Kommunikation, Mobilität, hauswirtschaftliche Versorgung.
Zur Kategorie III gehören Versicherte (Unfallverletzte/ Berufserkrankte) mit begrenzten Funktionseinschränkungen. In den o.a. Bereichen ist der Versicherte in wesentlichen Phasen der Verrichtungen des täglichen Lebens häufiger auf fremde Hilfe angewiesen.

60 - 40

Kategorie IV Leichtere Beeinträchtigungen in den Bereichen Körperpflege, Ernährung, Kommunikation, Mobilität, hauswirtschaftliche Versorgung.
In den o. a. Bereichen ist der Versicherte (Unfallverletzte/Berufserkrankte) in mehreren Phasen der Verrichtungen des täglichen Lebens teilweise, aber regelmäßig auf fremde Hilfe angewiesen.

40 - 25





Einzeleinstufungen des Pflegegeldes bei Arbeitsunfällen
Verletzungsfolgen Funktionseinschränkungen
Auch im Verhältnis zu höher/niedriger bewerteten Verletzungsfolgen
Prozentsatz des Höchstbetrages
1. Verletzte mit vollständiger Halsmarklähmung (Tetraplegiker) - bei überwiegender oder
dauernder Beatmung
Vollständige Lähmung und Gebrauchsunfähigkeit aller Extremitäten.Vollständige Abhängigkeit von fremder
Hilfe in allen Phasen der wiederkehrenden Verrichtungen des täglichen Lebens, auch Hilfe
und Pflege bei künstlicher Beatmung.
100
12. Verletzte mit Verlust eines Armes im Oberarm und beider Beine im Oberschenkel Rollstuhlfahrer wegen fehlender beidseitiger Armfunktion (Prothesen können nicht angelegt werden, Gehstützen sind nicht möglich). Im Rollstuhl nur bedingt mobil, da einseitiger Handantrieb. Überwiegend auf fremde Hilfe in allen Phasen der wiederkehrenden Verrichtungen des täglichen Lebens angewiesen. Keine Einschränkung in der
Kommunikation.
80 - 60
21. Verletzte mit Verlust eines Armes im Oberarm und eines Beines im Oberschenkel Rollstuhlfahrer, da wegen fehlender beidseitiger Armfunktion Prothesen nicht angelegt werden können, und die Benutzung von Gehstützen nicht möglich ist.Der Verletzte ist wesentlich besser gestellt nach Ziff. 12, mit einer Prothese gehfähig, jedoch auf fremde Hilfe beim Anlegen der Prothese angewiesen. 50 - 30
26. Verletzte mit Verlust eines Armes im Oberarm und eines Beines im Unterschenkel Der Verletzte ist mit dem nach Ziff. 21 zu vergleichen, aber deutlich besser gestellt. Die bessere Funktionalität derKurzprothese (untere Extremität) stellt den entscheidenden Unterschied dar. 40 - 25




Einzeleinstufungen des Pflegegeldes bei Berufskrankheiten
Berufskrankheiten Funktionseinschränkungen Prozentsatz des
Höchstbetrages
Atemwegs- u. Lungenerkrankungen
Silikose (BK 4101)
Siliko-Tuberkulose (BK 4102)
Asbestose (BK 4103)
Chronisch obstruktive Bronchitis oder Emphysem von Bergleuten (BK 4111)
Weitere Atemwegs- und Lungenerkrankungen
z. B.
BK 1315 (Isocyanate)
BK 4106 (Aluminium)
BK 4107 (Lungenfibrose)
BK 4201 (Alveolitis)
BK 4301 (allergisierende Stoffe)
BK 4302 (chem. irritative od. toxische Stoffe)

Kategorie I
Folgen eines dekompensierten Cor pulmonale.
Ausgeprägte Atemnot in Ruhe. Schwerste Atemnot und Erstickungsanfälle z. B. beim Abhusten von Auswurf.
Notwendigkeit einer umfassenden Sauerstoff-Langzeittherapie (mindest. 18 Stunden täglich).Weit fortgeschrittener Kräfteverfall. Dauernde Bettlägerigkeit.

  • Verrichtung der Notdurft und Körperpflege im Bett.
  • Erhebliche Einschränkung der Kommunikation durch die Atemnot.
  • Die Mobilität ist aufgehoben.
  • Umfassende Abhängigkeit von fremder Hilfe in allen Phasen der wiederkehrenden Verrichtungen des täglichen Lebens.
100 - 80

Kategorie II
Deutliche Atemnot in Ruhe. Bei geringer körperlicher Belastung schwere Atemnot. Notwendigkeit einer Sauerstoff-Langzeittherapie (mindest. 12 Stunden täglich).
Fortgeschrittener Kräfteverfall. Überwiegende Bettlägerigkeit.

  • Hygieneverrichtungen nur mit Hilfe möglich; Notdurft wird auf dem Toilettenstuhl verrichtet.
  • Die Mobilität ist stark eingeschränkt.
  • Bei Ernährung ist der Erkrankte auf fremde Hilfe angewiesen (mundgerechte Aufteilung von fester Nahrung).
  • Überwiegende Abhängigkeit von fremder Hilfe in allen Phasen der wiederkehrenden Verrichtungen des täglichen Lebens.
80 - 60

Kategorie III
Atembeschwerden in Ruhe.Vermehrte Atembeschwerden schon bei leichter Belastung (Sprechen längerer Sätze); nach Bedarf tägliche Sauerstofftherapie.

  • Verrichtung der Notdurft sowie Körperpflege nur mit Hilfe der Pflegeperson möglich.
  • Die Mobilität ist stark eingeschränkt (nur mit fremder Hilfe bzw. Gehstützen).
  • Zu selbstständiger hauswirtschaftlicher Versorgung ist der Erkrankte nicht fähig.
60 - 40

Kategorie IV
Gelegentliche Atembeschwerden in Ruhe, deutliche Erhöhung der Atemfrequenz schon bei kurzzeitiger Belastung (z. B. beim Aufstehen aus sitzender oder liegender Position) und Atemnot bei größerer Belastung wie Gehen im häuslichen Bereich, Treppen steigen.

  • Hilfe bei An- und Auskleiden sowie Hygieneverrichtungen (Baden, Duschen, Notdurft) notwendig.
  • Eingeschränkte Mobilität.
  • Hauswirtschaftliche Versorgung kann vom Erkrankten nur sehr eingeschränkt wahrgenommen werden.
40 - 25




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