www.steine-und-erden.net > 2005 > Ausgabe 1/05 > Zuverlässige Kommunikation für Einzelarbeitsplätze

[Die Industrie der Steine + Erden]






Zuverlässige Kommunikation für Einzelarbeitsplätze

Kontakt: Fritz Herrmann GmbH & Co. KG, D-07607 Eisenberg
Ronald Gentzsch, Tel.: (03 66 94) 40 -150




Problem
In vielen Unternehmen der Steine und Erden-Industrie müssen die Mitarbeiter ihre Arbeit weitestgehend allein verrichten. Um insbesondere im Notfall eine schnelle Kommunikationsaufnahme zu ermöglichen, werden häufig spezielle funkbasierte Systeme eingesetzt.
Der technische und finanzielle Aufwand hierfür ist oft erheblich, erfordert eine spezielle Betreuung und besondere Anpassung an die oft vorhandenen Kommunikationssysteme der Betriebe. Darüber hinaus verfügen viele Systeme nur über eine begrenzte Reichweite. Darin sind häufig die Gründe zu sehen, warum sich viele Unternehmen mit der Anschaffung solcher Kommunikationseinrichtungen sehr schwer tun.



Praxislösung
In einem Mitgliedsunternehmen wurde gemeinsam mit Spezialisten eines Institutes für Nachrichtentechnik ein System entwickelt, welches auf der Basis moderner Kommunikationsmittel funktioniert und eine deutliche Verbesserung der Sicherheitstechnik gewährleistet.
Dieses besteht u. a. aus einem serienmäßigem Mobiltelefon sowie diversen Ausrüstungsgegenständen. Das Telefon wird über einen Clip am Gürtel oder der Jackentasche befestigt. Es besitzt einen Notruftaster, der manuell betätigt einen Notruf auf eine vorher eingestellte Telefonnummer absetzt. Weiterhin befindet sich am Gürtel ein Neigungssensor, welcher bei einer Neigung von ca. 30° von der senkrechten Achse automatisch einen Notruf auf die vorher am Mobiltelefon eingegebene Nummer auslöst.
Über das Mikrofon hat die Gegenstelle akustischen Kontakt und kann die Situation grob einschätzen. Über ein am Handy angeschlossenes Headset können jedoch auch mit der Gegenstelle weitere Informationen ausgetauscht werden.
Zur Vermeidung von Fehlwarnungen erfolgt die Abgabe eines Warntons über eine Zeit von ca. 10 Sekunden (einstellbar), bevor der Notruf abgesetzt wird. Der Bediener kann dann durch Betätigung eines Tasters eine fälschlicherweise in Gang gesetzte Notrufmeldung vor ihrem Absenden unterbrechen.
Praxiserfahrung:nlass:


Ronald Gentzsch trägt das Mobiltelefon mit Notruftaster an der Jackentasche



Erfahrung
Die Bedienung und Handhabung ist nach einer kurzen Einweisung für jedermann sicher möglich. Für ausgedehnte Geländestrukturen besteht darüber hinaus im Notfall die Möglichkeit der groben Ortung der Stelle, an welcher sich das Handy befindet. Für den Fall, dass eine präzisere Ortsbestimmung erforderlich ist, kann auf den Einsatz eines sich gegenwärtig in der Praxiseinführung befindlichen GPS-basierten Systems zurückgegriffen werden. Auch halten sich die Kosten für dieses System in Grenzen. So beträgt der Preis für das Zubehör ca. 300 Euro.
Insgesamt haben sich die Mitarbeiter, an dieses System sehr schnell gewöhnt und schätzen die Möglichkeit bei Alleinarbeit sowohl willensabhängig als auch willensunabhängig Kontakt aufnehmen zu können.




Inhaltsverzeichnis Ausgabe 1/05 | Zurück zu unserer Homepage